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Elm Street im Interview

Mit ihrem bärenstarken Debütalbum „Barbed Wire Metal" konnten die australischen Metal Heads Elm Street nicht nur einen Deal bei Massacra Records einheimsen, sondern auch unseren Ben völlig überzeugen. Folgerichtig musste ein Interview mit seinem Namensvetter Ben Batres her.

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Herzlich willkommen zum Interview. Eure Platte "Barbed Wire Metal" ist ein schönes Stück Metal geworden. Man kann förmlich spüren, dass ihr Spaß bei der Musik habt. Zunächst frage ich euch nach euren Vorbildern.

Danke Ben, schön dass dich unsere Musik begeistert! Wir fahren total auf Musik ab, auf die man feiern und eine gute Zeit haben kann. Künstler wie Judas Priest, Manowar, Racer-X oder Helloween sind für uns ein riesiger Einfluss, aber die Liste an Bands im True Metal könnte wesentlich länger sein (lacht).

Ich denke dieser Stil funktioniert sehr gut mit der modernen Produktion, so dass Ermin Hamidovic (Produzent) uns dabei helfen konnte den alten Old School Sound aufrecht zu erhalten aber auch dazu neue Energien reinzubringen und für diese Art von Musik ist das wirklich erfrischend.

Ihr habt mit Massacre Records eine coolr Plattenfirma gefunden. Habt ihr vorher schon mal über einen Plattenvertrag nachgedacht?

Wir haben gehofft das unsere harte Arbeit, die wir in dieses Album gesteckt haben einen Plattenvertrag zusichern würde. Ansonsten hätten wir keine weitere Beachtung mehr in der Metalszene bekommen.
Bevor wir „Barbed Wire Metal" rausbringen konnten hatten wir es wirklich schwer, da wir den Firmen und Promotern nichts vorweisen konnten. So mussten wir richtig hart arbeiten und bei den Shows durch Australien uns die Ärsche aufreißen, damit wir eine treue Gefolgschaft aufrecht erhalten und viel Erfahrung für die Band sammeln konnten.

Dazu sollte auch gesagt sein, dass wir es sehr aufregend finden ein Teil der Massacre Records Familie zu sein, da sie eine Plattenfirma ist, die Arsch tritt und eine Menge geiler Bands in ihren Reihen hat.

barbed wire metalWar es für euch eine gute Erfahrung, in einem Tonstudio zu arbeiten?

Wir haben zuvor nie in einem Tonstudio gearbeitet in dieser Art und Weise, wie der Aufnahmeprozess für dieses Album stattfand. Es war zunächst recht intensiv aber Ermin half uns, mit dem Druck und den Stress recht schnell umzugehen, da er sehr professionell und ruhig an seine Arbeit herangeht.

Wir freuen uns schon darauf wieder das Studio zu stürmen, um das 2te Album aufzunehmen wenn die Zeit dafür reif ist.

Ihr seid ja alle noch recht jung. Welche Reaktionen bekommt ihr dabei vom Publikum?

Zur Zeit sind wir alle im Schnitt 21 Jahre alt und wurden im Jahre 1989 geboren. Dadurch waren wir leider zu der Zeit, als Heavy Metal ihren Höhepunkt erreichte nicht anwesend.
Überraschenderweise kommt über die heutige Jugend ein großes Interesse für 80er Jahre Metal mit Bands wie Holy Grail, White Wizzard, Skull Fist und Bonded By Blood, die ihre Markenzeichen für den Metal neu erfinden und das ist für die Szene ist es eine super Sache.

Ich glaube das ältere Publikum schätzt dies genauso, weil sie sich zurückversetzen können in ihre Jugend und sich an großartige Konzerte und verrückte Partys erinnern(lacht). Man, wie gerne würde ich all diese Touren erlebt haben, die es in den 80ern und früheren 90ern gab.

Könnt ihr euch an euren besten Auftritt erinnern?

Hey das ist wirklich schwer, da wir so viele geile Shows in den letzten paar Jahren gespielt haben. Aber ich schätze alle Shows, die wir in Rock und Metal Nachtclubs in Australien gespielt haben waren absolut fantastisch! Letztes Jahr haben wir einige gespielt, am Anfang des Jahres und dazu eine Show am 19. November, um unser Musikvideo und den Release unserer Platte bei Massacre zu feiern und das war absolut überwältigend!

Und an euren schlechtesten Gig?

Ok das ist einfach(lacht). Es war unsere zweite Show überhaupt, die wir an einem Wochentag in Melbourne gegeben haben und es ging wirklich alles schief.
Wir haben das Set nur einmal pro Woche geprobt und an dem Abend sind erst die Leads ausgefallen, die Gitarrensaiten rissen oft und der Sound war total unterirdisch und es wurde von Lied zu Lied schlechter. An diesem Abend haben wir definitiv sehr viele Lektionen gelernt.

elm street2Haben euch die Bands, die ihr während der Touren supportet habt gut behandelt?

In Australien und ich bin mir sicher auch weltweit sind die Bands und Promoter sehr lässige Leute. Jede Band, die wir supportet oder die uns supportet haben, waren sehr aufgeschlossen und hilfsbereit in allen Dingen und so freuen wir uns auch weiterhin darauf wieder auf Tour zu gehen und neue Leute kennenzulernen.

 

 

Zur Zeit wird in Europa über Pay To Play diskutiert. Ist diese Problematik in Australien auch bekannt?

Ja definitiv. Ich denke Pay To Play ist eine Sache, die weltweit stattfindet. Meiner Meinung nach fassen es einige Bands als eine schlechte Sache auf, weil man nicht viel dagegen machen kann in Bezug auf unsere Zeit mit der Musik.

Ich schätze die Promoter müssen irgendwie Geld reinschaffen, um die Dinge am laufen zu halten und Pay To Play kann manchmal eine Lösung sein, um kleineren Bands die Möglichkeit zu geben mit namenhaften Acts zu spielen.

Habt ihr schon Pläne, die Bühnen der Welt zu erobern?

Aber sicher doch! Deswegen schreiben und spielen wir Musik, um es weltweit präsentieren zu können. Wir haben eine Europa Tour gebucht, die im April 2012 beginnen wird und dann hoffentlich diese auf einige Dates erweitern zu können, die dann in die Festivalzeit fallen wird. Und darauf freuen wir uns total!

Nun, dann bedanke ich mich für den netten Plausch. Noch ein letztes Wort an unsere Leser?

Danke, dass du dir Zeit nimmst uns kennenzulernen. Jedes freundliche Wort bedeutet uns viel.

Leute! Wir sehen uns hoffentlich alle in 2012!

Ben Denkers


 
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