.

logo-twitterNEU Kopie

Google-PlusNEU Kopie

logo-facebook Kopie1

Aktuelle Seite: StartseiteInterviews

Discreation im Interview

Discreation haben nicht nur ein fulminantes neues Album eingeprügelt, auch fanden sie auf ihrem Weg schnurstracks zum Weltruhm auch noch die Zeit, uns ein paar Fragen zu beantworten. Gitarrist Sebastian erklärt uns, dass die Jungs jetzt so gut sind, weil sie früher gar nix konnten und outet sich als intellektueller FAZ-Leser (haha!). Lest dies und weitere Sensationen in unserem spektakulären Interview!

discreation 2015 bild

(Bildquelle: Anger Management)

Grüße nach Hessen! Wie läuft der Hase bei Euch?

Ziemlich zackig, hin und her ;-)

Es wäre dufte, wenn Ihr Euch zu Beginn mal kurz vorstellen könntet. Wer ist wer bei Discreation?

Unser Sänger heißt Kai, Peter spielt Bass, Martin Schlagzeug, Dave und ich bedienen die Sechssaiter.

Noch bevor Eurer neustes Werk "Procreation of the Wretched" in die Läden und Online-Shops gekommen ist, hat es von überall gute bis sehr gute Kritiken gegeben. Was ist das für ein Gefühl, wenn seine Arbeit so geschätzt wird?

Das ist ein sehr gutes Gefühl. Wir sind sehr zufrieden mit der Scheibe und die positiven Reaktionen zeigen, dass die Eigen- und Fremdwahrnehmung weitestgehend deckungsgleich ist. Das ist ja auch nicht immer so, haha. Aber ernsthaft, wir haben uns viel Mühe gegeben mit der Platte und es ist einfach super, dass sie so gut ankommt.

Schuld seid Ihr ja selber, was liefert Ihr auch so ein Brett ab. Wie läuft das bei Euch? Seid Ihr Perfektionisten, die am liebsten jetzt noch hier und da was ändern würden, oder gibt es einen Moment, wo Ihr aus dem Bauch heraus sagt "Jetzt ist es gut"?

Eher letzteres. Besonders bei dieser Platte haben wir bewusst alle Songs im Proberaum geschrieben. Und wenn man dann einen Song zusammen spielt, dann merkt man, ob der rund ist oder nicht. Klar wird dann im Studio noch daran gefeilt, aber auch da haben wir darauf geachtet, dass die Spontaneität nicht flöten geht.

Schon der Vorgänger "Silence of the Gods" war ein verdammt gutes Album. Würdet Ihr mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass Ihr Euren Sound gar nicht großartig verändert, sondern eher verfeinert und verbessert habt?

Ja, das kann man sicher so sehen. Wir haben uns allerdings schon bemüht, eine bestimmte Richtung für die Platte festzulegen und dadurch vielleicht auch hier und da ein paar Ideen aussortiert die zwar gut waren, aber nicht ins Konzept gepasst haben. Es ging uns ja darum von der Atmosphäre her düsterer und härter zu werden. Darauf haben wir hingearbeitet.

Der Death Metal, den Ihr spielt lässt sich meiner Meinung nach in keine richtige Schublade stecken. Entwickelt sich eine solche Eigenständigkeit von ganz allein, oder sagt Ihr Euch beim Komponieren ganz bewusst, dass die Ergebnisse nicht zu sehr nach (zum Beispiel) Schwedentod oder Ami-Death klingen sollen?

Nein, das passiert nicht bewusst. Das kommt eher daher, dass Peter und ich die Band gestartet haben als wir überhaupt nichts konnten. Da war nur der Wille Death Metal zu spielen. Wir haben auch direkt eigene Songs gespielt ohne durch das Covern von anderen Bands zu lernen, wie ein bestimmter Stil gespielt wird. Ich denke, dass ist der Schlüssel zu unserem Sound. Der Rest kommt dann natürlich von den unterschiedlichen Vorlieben. Wir hören Death Metal aller Art, aber natürlich auch andere Metal Stilarten. Thrash hört man bei uns sicher auch hier und da raus.

Auch finde ich ja, dass Eure technischen Fähigkeiten auf der neuen Platte besser denn je sind. Ist das konsequentem Üben geschuldet, oder nehmt Ihr professionellen Unterricht, studiert vielleicht sogar Musik?

Der einzige in der Band der Gitarre spielen so richtig gelernt hat und auch Musik studiert ist Dave. Wir anderen sind eher Autodidakten. In meinem Fall geht üben und neue Riffs schreiben Hand in Hand. Ich setze mich selten hin um etwas zu üben aber ich schnappe mir oft die Klampfe um bisschen zu zocken, und dabei entsteht dann oft was Neues.

discreation Procreation Of The WretchedGibt es ganz spezielle Bands oder Alben, die Euch als besondere Einflüsse dienen?

Eher nicht. Aber was uns sicherlich geprägt hat sind Vader, God Dethroned, Bolt Thrower, Six Feet Under und Vomitory. Das waren so die Bands, die Peter und ich gehört haben, als wir selber den Drang verspürten, Musik zu machen. Über die Jahre sind da aber noch viele Bands und Alben dazugekommen.

Wenn ich richtig informiert bin, seid Ihr seit 2012 ohne Besetzungswechsel. Ist diese Stabilität im Line Up auch eine Ursache für das hohe Niveau, auf dem Ihr Euch mittlerweile bewegt?

Ich denke schon. Man muss sich ja aufeinander einspielen und den anderen besonders als Musiker kennenlernen um dann auch gut zusammen Songs schreiben zu können. Daher ist da Kontinuität sehr wichtig. Außerdem haben wir mit Martin und Dave zwei Top Leute in die Band geholt, die dazu beigetragen haben, DISCREATION auf ein höheres Level zu bringen.

Für das neue Album seid Ihr von Remission Records zu FDA Rekotz gewechselt. Wie kam der Wechsel zustande? Hat der Rico Euch abgeworben?

Wir haben uns bei Rico beworben. FDA Rekotz war unser Wunschlabel und Rico war der erste, der die neuen Songs zu hören bekam, als die fertig aufgenommen waren. Er bot uns direkt einen Deal an und kurze Zeit später war alles unter Dach und Fach.

Seid Ihr zufrieden mit seiner Arbeit für Euch?

Definitiv, bis jetzt läuft die Zusammenarbeit super.

Zum ersten Mal erscheint ein Album von Euch auch auf Vinyl (sogar in Farbe!). Ist das ein weiterer Höhepunkt für Euch, oder seid Ihr gar nicht so auf Vinyl fixiert?

Das ist auf jeden Fall ein Höhepunkt für uns. Wir sind zwar sicher nicht die klassischen Vinylsammler, trotzdem sind wir alle begeistert. Ich selbst hab ein etwas ambivalentes Verhältnis zu Vinyl. Einerseits finde ich das Format geiler und wertiger als CDs, andererseits schätze ich die praktischen Vorzüge der CD. Ich kaufe mir schon auch Platten, aber doch deutlich mehr CDs. Das könnte sich aber ändern, wenn jeder Platte ein Download Code beiliegen würde und man die Files in verlustfreier Qualität bekommen könnte.

Wie schon bei "Silence of the Gods" habt Ihr ein unglaublich tolles Cover. Ist derselbe Künstler, nicht wahr? Was könnt Ihr mir darüber erzählen?

Genau, das Cover stammt ebenfalls von Juanjo Castellano. Wir haben ihn damals kontaktiert wegen den Covern die er für Revel In Flesh, Nominon, Headhunter D.C. und anderen gemacht hat. Nachdem wir von seiner Arbeit für „The Silence Of The Gods“ so begeistert waren, war klar, dass er auch das nächste Cover machen sollte. Und wir sind erneut sehr zufrieden. Es macht auch Spaß mit ihm zu arbeiten, auch wenn er nicht der schnellste im Beantworten von Mails ist. Aber er hat ja auch viel zu tun, da sein Name immer bekannter wird.

Gerade die einheimische Death Metal Szene explodiert ja gerade und es werden quasi jeden Monat hervorragende Alben veröffentlicht. Setzt einen das unter einen gewissen Druck beim Komponieren?

Nein, das würde ich nicht sagen. Ich finde es toll, dass der deutsche Underground so vital ist. Außerdem ist es ja toll, dass viele Bands einen ganz eigenen Charakter haben. Ich würde eher sagen, dass das motiviert, denn man möchte ja einen Beitrag dazu leisten, dass deutscher Death Metal weiterhin wächst und gedeiht. Aber wir vergleichen uns da nicht mit anderen Bands. Wir haben sehr genaue Vorstellungen, in welche Richtung es bei uns gehen soll und daran arbeiten wir.

Was haltet Ihr denn als "alte Hasen" der Szene von diesem aktuellen Aufschwung?

Wie schon gesagt ist das super. Andererseits muss man aber auch sagen, dass es schon immer gute Death Metal Bands in Deutschland gegeben hat. Vielleicht haben sich früher die Bands noch zu sehr darum bemüht, wie ihre Vorbilder zu klingen, aber im Großen und Ganzen gab es immer gute Bands. Generell war es ja so, dass man als deutsche Band weder bei Labels noch bei Magazinen groß landen konnte. Das galt ja auch für den Black Metal. Umso schöner, dass sich das geändert hat.

Ihr seid auch im Internet in den sozialen Netzwerken sehr gut aufgestellt. Ein notwendiges Übel heutzutage, oder macht dieser direkte Kontakt zu Fans und Metal-Presse auch mehr Spaß?

Begonnen hat es als notwendiges Übel, heute macht es mir Spaß, haha. Ich hatte mir damals auch nur einen privaten Facebook Account angelegt, weil das die Voraussetzung war um eine Bandseite anzulegen. Grundsätzlich finde ich das cool, weil man schnell und einfach News loswerden kann und wer will, kann uns einfach direkt anschreiben. Das hat schon viele Vorteile. Insgesamt ist das Internet allerdings ein zweischneidiges Schwert. Stichwort Downloads. Das ist etwas was jeder Band zu schaffen macht und was man auch nicht schönreden kann. Neulich hat sogar einer nen Link an unsere Pinnwand gepostet, wo man unsere neue Platte runterladen konnte, eine Woche vor Release! Der Typ hatte anscheinend überhaupt kein Unrechtsbewusstsein. Einfach nur krass.

Was ich echt super finde, ist Eurer Umgang mit den Rezensionen zum neuen Album. Nicht nur, dass alle auf Facebook gepostet werden, Ihr macht Euch auch die Mühe, aus jeder Kritik ein Zitat mit geschmackvollem Hintergrund zu präsentieren. Das finde ich echt großartig, wie seid Ihr auf diese geile Idee gekommen?

Die Idee habe ich von der FAZ Facebook Seite übernommen. Die haben das mit Interviewzitaten gemacht um den entsprechenden Artikel damit zu bewerben. Ich fand das einerseits stylish und anderseits kann man damit auf einen Blick vermitteln, was der Tenor des Reviews ist und die Leute vielleicht eher dazu motivieren, das ganze Review zu lesen.
Auch finde ich es bemerkenswert, dass man Euren Backkatalog (und auch Bekleidung) über Eure Homepage zu extrem fanfreundlichen Preisen erstehen kann. Diese Nähe zu und Fairness gegenüber den Fans ist Euch sehr wichtig, oder?

Klar, durch unseren Shop haben wir die Möglichkeit unsere Musik und das Merchandise zu Preisen anzubieten, die wir für richtig halten. Und auf der anderen Seite haben die Leute die Möglichkeit uns direkt zu unterstützen, denn da fließt kein Geld an irgendwelche Mittelsmänner.

Was sind denn so die nächsten Pläne für Discreation? Welttournee, Headliner auf Wacken?

Ja, so in etwa, haha. Bis zum Ende des Jahres haben wir sieben Gigs bestätigt und wir hoffen, dass weitere folgen. Wir wollen natürlich so viele Konzerte spielen wie möglich und vielleicht auch mal eine Tour fahren. Außerdem arbeiten wir bereits an neuen Songs.

So, die letzten klugen Worte gehören Euch!

Danke für euer Interesse an DISCREATION. Only Death Is Real!

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen!

Danke dir!

Christian Hemmer

XXL-Tipp

XXL Tipp Crypts Of Despairxxl

Das hörst Du Dir an:

Almyrkvi - Umbra

almyrkvi umbraxxl

Kremlin – Decimate the Elites

kremlin coverxxl

Lyzzärd - Savage

lyzzard coverxxl

Worm - Evocation Of The Black Marsh

worm coverxxl

Crypts of Despair - The Stench of the Earth

Crypts Of Despairsxxl

Degial - Predator Reign

degial coverxxl

Rites Of Daath – Hexing Graves

Rites of daath  hexing gravesxxl

Hallatar - No Stars Upon The Bridge

hallatarxxl

Midnight – Sweet Death And Ecstasy

midnight sweetxxl

Ossuary Insane – Demonize The Flesh

Ossuary Insane xxl

Sinmara - Within The Weaves Of Infinity

Sinmara   Within xxl

Space Vacation - Lost in the black divide

Space Vacationxxl

Aosoth: V - The Inside Scriptures

aosoth 2017xxl

Apologoethia - Pillars

Apologoethia xxl

Infidel Reich – Infidel Reich

infidel reichxxl

(Dolch): III - Songs of Happiness, Words of Praise

dolch iii xxl

Through The Eyes Of The Dead - Disomus

Through The Eyes Of The Deadxxl

Jupiterian - Terraforming

Jupiterian Terraforming xxl

Da gehst Du hin:

testament tour

anathema tour 2017xxl

astralmaledictions red webxxl

paradise lost tour 2017xxl

enslaved 2017 tourxxl

Solstafir admat EU 2017xxl

cannibal corpse tour 2018xxl

SepticFlesh poster EU 2018xxl

execration void tourxxl

rotting christ tour 2018xxl

hell over hammaburg 6 neuxxl

dead daysxxl

party.san 2018xxl

Zum Seitenanfang