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Harte Nacht im Keller Nr. 2 mit AußHoltZ, Savage Soulz & Sinners In Rage

nacht im keller1Harte Nacht im Keller Nr. 2 mit AußHoltZ, Savage Soulz und Sinners In Rage
12.09.2015 Kastenkeller Haslach

Zum zweiten Male gab es im urigen, im idyllischen Städtchen Haslach im Kinzigtal gelegenen Kastenkeller was mit Schmackes auf die Ohren und lockte diverse Anhänger der härteren Klänge aus ihren Löchern. Besagte Location liegt im Herzen der Altstadt in einem verwinkelten Gässchen und ist kaum größer als so manches Wohnzimmer (Theken- und Bühnenbereich mit einbezogen), was den Vorteil hat, dass die Bude selbst bei wenigen Gästen gut besucht erscheint. Jedenfalls strahlt der Laden eine gewisse Gemütlichkeit aus und punktet zudem mit den recht günstigen Getränkepreisen. Ursprünglich stand meine Kapelle Kyler auf dem Billing, doch war es uns leider nicht möglich, diesen Termin wahrzunehmen, so dass die Kollegen von Savage Soulz aus Kehl uns dankbar vertraten.

"Ey Berlin!" Um Punkt 21 Uhr standen die vier 'Schweden' von AußHoltZ auf der Bühne und präsentierten eine halbe Stunde lang ihren etwas kuriosen, aber dennoch funktionierenden Mix aus deutschsprachigem Rock-Hiphop-Crossover á la Such A Surge oder Negativ-Nein, kernigem Metalcore sowie einem Quäntchen Post-Hardcore und machten dabei ein verdammt gutes Gesicht. Wenn mich nicht alles täuscht, wird man von diesem Quartett noch einiges hören. Daumen hoch, Berlin!

Nach einer recht langen Umbaupause betraten die Thrashcore-Matadore Savage Soulz die Bretter des Kastenkellers und spielten ihr brachiales Set. Mittlerweile war der Laden bumsvoll und wies erfreulicherweise ein recht heterogenes Publikum auf, sprich recht viele Frauen, Junge und Ältere, Langhaarige und Glatzköpfige. Bei dem Motörhead-Cover 'Ace Of Spades' ging ordentlich die Post ab, was infolge der Tatsache, dass eh kaum Platz vorhanden war, so manchen weniger zappeligen Zuschauer in der zweiten Reihe sicherlich etwas nervte, hähä! Hervorzuheben sind übrigens auch die aberwitzigen Soli, welche der langhaarige Klampfer auf das Publikum losließ.

Als Sinners In Rage loslegten, tropfte der Schweiß quasi von der Decke. Da der zweite Gitarrist gerade unvermittelt die Band verlassen hatte, ließ man die zweite Axt vom Band spielen und hatte immerhin etwas mehr Platz auf der winzigen Bühne. Die Kollegen zockten ihren "New-Wave-Metalcore" routiniert und energiegeladen und kamen entsprechend gut beim Publikum an.

Fazit: Für das Gros der Anwesenden war der Abend mit den drei Kapellen sicherlich ein nettes und vor allem sehr bezahlbares Happening. Die nächste Harte Nacht ist für den 07. November dieses Jahres angekündigt.

Kai Ellermann

Kastenkeller1

Kastenkeller2

Kastenkeller3

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