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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsUnbegotten: Proem Of The Unborn (MC)

Vanishing Point - Tangled in Dream

Vanishing PointxxlLabel: AFM

Spielzeit: 117:246 Min.

Genre: Power Metal

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Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

Im Jahre 2000 erschien von den Australiern Vanishing Point das Album
„Tangled in Dream“. Es konnte in der Melodic-Prog-Metal-Nische für einiges Aufsehen sorgen. Da die CD schon länger nicht mehr erhältlich ist, hat man die Scheibe als Doppel-Decker mit Bonus Tracks noch mal veröffentlicht.
Wenn ich das damalige Material rekapituliere, kann ich im Nachhinein immer noch konstatieren, dass die Australier hier ihr Meisterstück abgeliefert haben. Nicht, dass die nachfolgenden Tonträger schlecht wären, sie haben aber nicht diese unkonventionelle Frische, gepaart mit großartigen Hooklines und einer nicht nervenden, latenten Wehmut. Und diese Mischung ist es auch, die damals für Aufsehen gesorgt hat. Vom Hit "Samsara" hat man dann 2016 noch mal eine Neu-Aufnahme geschaffen, die hier auch auf der Bonus-CD vertreten ist. Weiterhin gibt es ein Pink Floyd Cover („On the Turning Away“), das nicht wehtut und das Journey-Cover „Seperate Ways“, das gar nicht mal so schlecht klingt. Aufgefüllt wird die Bonus-CD mit Unplugged- Live- und Bonus-Tracks aus Japan. Also Value for Money.
Wer die Band bisher noch nicht kannte und ein Faible für edlen Melodic-Prog-Power-Metal hat, der könnte hier fündig werden. Weiterer Kaufgrund für mich ist der Sänger, der sein warmes Timbre in allen Lagen souverän beherrscht.

Christian Schmitz

XXL WertungXL 1

Tracklist:

CD I:
01. Surreal
02. Samsara
03. Closer Apart
04. Bring On The Rain
05. Never Walk Away
06. The Real You
07. Two Minds And One Soul
08. I Will Awake
09. Dancing With The Devil
10. Father (7 Years)
11. Tangled In Dream

CD II:
01. Samsara II
(newly recorded 2016 Version)
02. Separate Ways
(Journey Cover)
03. On The Turning Away
(Pink Floyd Cover)
04. The Endless Road
(Japan Bonus “Distant Is The Sun”)
05. Veil Of Deceit
(Japan Bonus “The Fourth Season”)
Live and Unplugged on PBS FM (2003):
06. The Real You
07. Dancing With The Devil
08. Inner Peace
09. Hollow
10. Vanishing Point

Æðra - Perseidena

ra  PerseidenaLabel: Naturmacht

Spielzeit: 59:57 Min.

Genre: Atmospheric Black Metal

Info: Facebook

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Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

Bei dem Versuch, schöne Melodien mit der dunklen Brutalität des Black Metals zu verbinden, sind schon sehr viele Bands mit Schmackes auf die Fresse gefallen. Da freut man sich umso mehr, wenn da mal eine Formation vorbei schaut, die diese Melange nicht nur mal eben so hinkriegt, sondern ein richtig geiles Album abliefert. Die meisten dieser Bands scheinen dieser Tage aus Island zu kommen und auch der Bandname der hier aufspielenden Tanzkapelle deutet dezent auf die kleine Insel hin! Der Alleinunterhalter hinter Ædra hört auf den Namen Erik Lagerlö, was ordentlich schwedisch klingt - also völlig klar: Der Spaß kommt aus den USA! Und er klingt grandios! Herrlich melodisch an der einen Stelle, bitterböse und hart an der anderen. Das Wechselspiel zwischen diesen beiden Extremen funktioniert ausgezeichnet und bietet damit melodischen (oder atmosphärischen - ganz wie man mag...) Black Metal, der aber niemals zu weich oder kitschig bei mir ankommt. Dies derart gut zu erschaffen, ist definitiv nicht einfach oder selbstverständlich und wenn man jetzt noch bedenkt, dass Herr Lagerlöf alles allein bewerkstellig hat - Hut ab! Ein wirklich gelungenes Album! Antesten und dann flott einkaufen - das gute Stück ist auf 300 Stück limitiert!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. PERSEIDERNA
02. THE RAINFLOWER CREST
03. TRACING LUNA’S PATH
04. ALPENGLOW
05. SVARTÅN
06. THE SHORELINE’S A STARTING POINT…
07. …FOR THE LONG ROAD HOME

Benighted - Necrobreed

benighted 2017xxlLabel: Season of Mist

Spielzeit: 38:28 Min.

Genre: Brutal Death Metal/ Grindcore

Info: Facebook

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Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 17. Februar 2017

Es gibt ja immer und wieder Bands, die einen Namen aufweisen, der bereits diverse Male Verwendung fand oder findet. Gibt man "Benighted" in der internen Suchmaschine der Encyclopedia Metallum ein, erhält man gleich einen Haufen Vorschläge. Vielleicht wäre es ja mal eine Untersuchung wert, wieso manche Begriffe häufiger als Bandnamen Verwendung finden und andere wiederum nicht...

Wie dem auch sei, die Kapelle desselben Namens, mit deren aktuellen Output wir uns heute beschäftigen, stammt aus Frankreich, gründete sich bereits 1998 und zockte zunächst Black Metal, um sich im Laufe der Jahre mehr und mehr dem Todesblei zuzuwenden und diesen bis heute spielt, wenn auch nicht die klassische Variante. Auf der Habenseite stehen sieben Alben sowie eine Live-Scheibe, welche allesamt gute bis sehr gute Kritiken einheimsten. Auf der aktuellen Veröffentlichung zocken die Brüder einen räudigen Bastard aus technischem Brutal Death Metal und pfeilschnellem Grindcore, der sich gewaschen hat. Gesanglich wird hier neben der formidablen Instumentalperformance (Blast-Beat, Double-Bass, sägende Gitarren, wummernder E-Bass...) alles aufgefahren, was irgendwie extrem, brutal und sick ist. Textlich wollte Shouter Julien Truchan da nicht zurückstecken und ließ den Protagonisten Tierkadaver an seinen Unterleib nähen, um fortan die Freuden des Verfaulens mit ihnen zu teilen (jammjamm). Kranke Samples und horrorfilmartige Zwischensequenzen runden das verstörende Bild wunderbar ab.
Benighted scheinen echt gestört zu sein, aber die Mucke ist allererste Sahne. Wer sich in knapp 39 Minuten die dämliche Birne wegbangen will, wird mit vorliegendem Material mehr als amtlich bedient.

Tracklist:

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Hush Little Baby
02. Reptilian
03. Psychosilencer
04. Forgive Me Father
05. Leatherface
06. Der Doppelgaenger
07. Necrobreed
08. Monsters Make Monsters
09. Cum With Disgust
10. Versipellis
11. Reeks Of Darkened Zoopsia
12. Mass Grave

Antropomorphia - Sermon Ov Wrath

antropomorphia 2017xxlLabel: Metal Blade Records 

Spielzeit: 41:40 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: sm-metal-shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 24. Februar 2017

Das niederländische Todesblei-Quartett Antropomorphia ist schon seit Jahren im Underground verwurzelt und sollte jedem Szenekenner ein Begriff sein. Mit 'Sermon Ov Wrath' schicken die Jungs aus Tulpencountry in den nächsten Tagen Album Nummer vier ins Rennen, dass wie die letzten Veröffentlichungen der Band via Metal Blade Records veröffentlicht wird.

Waren die bisherigen Alben der Bands nach der Reunion (2009) allesamt gutklassig, gelingt es dem morbiden Vierer auf ihrem aktuellen Output, ihren Sound weiter zu verfeinern, ohne dabei ihre eingeschlagenen Pfade zu verlassen oder in irgendeiner Weise auszuwimpen. Sprich: atmosphärischer, dennoch stets brutaler Death Metal, der hier mit weiblichem, wenn auch unheilig erscheinendem Frauengesang ('Crown Ov The Dead') und dort mit einer At-The-Gates-artigen Hookline ('The Blistering Splendour ov Darkness') ausgestattet wurde oder auch mal in Bolt-Thrower-Manier nach vorne stampft ('Sinful Rapture').
Die Produktion ist sehr amtlich (Aftermath Studio und Necromorbus Studio), das Artwork von Madeleine Hoogkamer vom Allerfeinsten.
Wer abwechslungsreichen, clever gemachten Todesblei auf höchstem Niveau auf seiner Speisekarte stehen hat, sollte bei 'Sermon Ov Wrath' definitiv ein oder auch beide Ohren riskieren. Ein echter Killer!

Kai Ellermann

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Sermon Ov Wrath
02. Suspiria De Profundis
03. Murmur Ov The Dead
04. Ad Me Venite Mortui
05. Crown Ov The Dead
06. Sinful Rapture
07. Within Her Pale Tomb Ov Putrid Lust
08. The Blistering Splendour Ov Darkness
09. In Bestial Decadence

Ride For Revenge - Thy Horrendous Yearning

ride for revenge yearning coverLabel: Hells Headbangers Records

Spielzeit: 45:30 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Eigentlich ist "Thy horrendous yearning" bereits im letzten Jahr via Bestial Burst Records herausgekommen, nun bringen die Kollegen von Hells Headbangers das Ganze nochmal auf Vinyl auf den Plattenteller! Hätten sie das mal lieber gelassen, denn dieses Teil ist der größte Scheiß, den ich seit Langem gehört habe! Schon das grausam dissonante Noise-Intro klingt, als hätten Aphex Twin einen ganz schlechten Tag gehabt und so geht es auch weiter. Eigentlich hätte dieses Intro schon eine Warnung sein können (nein müssen), doch wir sind natürlich einem gewissen Berufsethos unterworfen, also ran an die Mucke! Alter, für den Schrott, der nun folgt, braucht man eigentlich einen Waffenschein. Nehmen wir als Beispiel den ersten Song "Soul abortion": Fast zehn Minuten wird der Hörer mit grenzdebilem Mid-Tempo Gerotze gequält, monoton, völlig einfallslos und natürlich auch mit einem grausamen Sound "veredelt". Dann auf einmal setzen wieder diese Noise-Geräusche ein, es klingt, als würde ein Epileptiker versuchen, einen Radiosender einzustellen! Insgesamt 14 Minuten Terror für Ohren und Verstand! Und genau in diesem Stil ist auch der Rest der Platte verbrochen worden. Ganz ehrlich, ich stehe auf kranke, kaputte Sounds - aber bitte mit Sinn und Verstand, bzw. einem gewissen Konzept dahinter. Davon findet man hier aber nichts, das ist einfach nur völlig uninspirierter Lärm. "Thy horrendous yearning" ist nichts anderes als Verschwendung von Material und Lebenszeit. Ganz schnell weg damit....

Christian Hemmer

XXL WertungS

Tracklist:

1. Hartsimainen klooni itsestään 00:41
2. Soul Abortion 14:01
3. Sexual Rhythm of Death 08:27
4. Devil's Star on the Rise 04:18
5. Thy Horrendous Yearning 02:01
6. The Reversed Cross 07:12
7. Secrets of Cryptic Metal 08:50

Grave Plague - The Infected Crypts

grave plaguexxlLabel: Redefining Darkness (Vinyl); Caco-Daemon Records (MC)

Spielzeit: 48:16 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

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Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Grave Plague aus Cleveland/Ohio ist eine fünfköpfige Todesbleikapelle aus dem To-Dust-Umfeld, die sich 2015 zusammenfand und mit der "EP" 'The Infected Crypts' ihre erste Veröffentlichung tätigt.

Diesen Output als EP zu bezeichnen, finde ich ehrlich gesagt ziemlich frech; eine derartige Chuzpe muss man erst einmal aufweisen. Es finden sich nämlich lediglich zwei Stücke auf diesem Tonträger, welche zusammen gerade einmal die 6.30 Minuten knacken. Früher bezeichnete man Derartiges als Single, Mann!
Davon abgesehen sind die beiden Songs, die eine Schnittmenge aus schwedischem und amerikanischem Oldschool-Death-Metal darstellen, ziemlich gediegen; insbesondere der John-Tardy-artige Gesang auf 'Arise The Infected' macht echt einiges her.
Da mir die Songs ziemlich gut gefallen, die Produktion sehr fett ist und mir derzeit jeder US-Trumperikaner leid tut, vergebe ich eine L-Wertung (als Vorschusslorbeeren zu verstehen) und hoffe, dass bald ein ganzes Album oder zumindest eine "richtige" EP folgt.

Kai Ellermann

XXL WertungL

Tracklisting:

01. Arise The Infected
02. Halls Of The Rotten

Fjoergyn - Lucifer Es

Fjoergyn   Lucifer EsxxlLabel: Lifeforce Records

Spielzeit: 50:40 Min.

Genre: Avantgarde Black Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: 24. Februar 2017

Vier Jahre sind in der heutigen Zeit - besonders in Hinblick auf derzeitige Releasepolitik schon eine ganze Weile. Manche Künstler sollten sich daran ein Beispiel nehmen, bietet das Verweilen doch Raum um seine Kreativität zu steigern, sich neuen Werken vollends zu widmen und so ein vielleicht größeres Endprodukt zu erschaffen als man es für möglich gehalten hätte.
Wie sieht es also mit dem neuen Album "Lucifer Es" von Fjoergyn aus, hat sich das Warten gelohnt?

Schon auf dem Vorgängerwerk "Monument Ende" vollzog die in Thüringen ansässige Band eine kleine Kurskorrektur. Weg von naturromantischen Texten und Konzepten, hin zu moderneren Themen verfeinert mit einer großen Dosis Sozialkritik. Die Musik wurde düsterer, und auf "Lucifer Es" wird dieser Weg konsequent weiter gegangen, optimiert und in ein modernes Klangbild gepresst.

Fjoergyns Musik hatte immer etwas märchenhaftes an sich, die Songs glichen oftmals kleinen Erzählungen und entwickelten durch den gesanglichen Vortrag, der immer klar verständlich ist, oft den Eindruck einer Kurzgeschichte, fast schon einer Theatervorführung.
Auch auf der neuen Scheibe pendeln die einzelnen Lieder zwischen orchestralem Bombast und oftmals reduziertem Riffing, das nicht selten an die ein oder andere Rammsteinpassage denken lässt. Das mag zunächst komisch klingen, ist jedoch so.
Dabei fahren Fjoergyn ihr volles Arsenal auf um eine bedrohliche Atmosphäre entstehen zu lassen. So gibt es eingestreute Spoken Word Passagen, pompöse Chöre, die aus dem Hintergrund den Song zerschmettern zu wollen scheinen und, im Verhältnis zu den Vorgängern, wenige cleane Vocals.

Die ganze Mixtur funktioniert größtenteils gut, manchmal bekommt man aber das Gefühl, die Band hat zu viel gewollt. Man wird teilweise erschlagen aufgrund der zeitweise etwas prätentiös geratenen Texte, dem überbordenden Bombast und seltsamen Abzweigungen, wie dem mit Flamenco Gitarren startenden Titelsong. Das erinnert mehr als einmal an einen Arthaus Film, der nicht immer auf den Punkt kommt, den Zuschauer lieber ratlos zurücklässt, anstatt ihm Antworten zu geben. Lucifer Es – ein zweischneidiges Schwert, aber der Teufel hat ja bekanntlich viele Gesichter.

Sascha Scheibel

XXL WertungL

Tracklist:

01. MMXVII
02.Leviathan
03. Viva La Inquisition
04. Lucifer Es
05. Blut Samen Erde
06. Dinner mit Baal
07. Terra Satanica
08. Freiheit

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