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Aktuelle Seite: StartseiteTonträger-ReviewsRoot: Zjeveni

Brimstone Coven: Black Magic

brimestone 2016xxlLabel: Metal Blade Records

Spielzeit: 54:31 Min.

Genre: Okkulter Retro Rock

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: 29. Januar 2016

 

Eins muss man der Band aus dem "Mountain State" West Virginia lassen, sie sind extrem authentisch. Hätte mir jemand dieses Album in die Hand gedrückt, mit dem Zusatz, es wäre cooler Stoff aus den späten 60ern/frühen 70ern, so hätte ich mich sicherlich über die unpassend moderne Produktion gewundert, an der Musik selber aber keinen Moment gezweifelt.

"Brimstone Coven" verstehen es auf ihrem ersten "richtigen" Longplayer (der selbstbetitelte Vorgänger war ja eine Zusammenstellung früherer Werke), eine mitreißende Atmosphäre aus der Rock Musik der oben erwähnten Zeit, vermischt mit einigen sehr "bunten" psychedelischen Klängen zu erschaffen. Und dies so gekonnt, dass man sowohl Band, als auch Album (trotz der enormen Schwemme, die im Moment an ähnlich gearteten Retro-Bands herumläuft) bedenkenlos weiterempfehlen kann. Handwerklich sehr gut in Szene gesetzt, besitzt die Band vor allem jenes Quäntchen Eigenständigkeit, um sich von der großen Masse abzusetzen. Gut, es ist kein neuer Szene-Klassiker, besticht aber durch eine tolle, sehr warme Atmosphäre, dem nötigen Ernst und einer hör- und spürbaren Spielfreude. Und das müssen Andere erst mal nachmachen!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. Black Magic
02. Black Unicorn
03. Beyond the Astral
04. As We Fall
05. Upon the Mountain
06. Slow Death
07. The Seers
08. The Plague
09. Forsaken
10. The Eldest Tree

Exumer: Raging Tides

exhumer 2016xxlLabel: Metal Blade Records

Spielzeit: 35:10 Min.

Genre: Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: sm-metal-shop

Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: 29. Januar 2016

 

Ganz klar, ihre beiden ersten Alben aus den Achtzigern sind legendär, ihr Comeback-Werk "Fire and Dammation" (von 2012) fand ich dagegen ganz ok, hat mich aber jetzt nicht weltbewegend aus den Socken gehauen. Dementsprechend ging ich mit eher geringen Erwartungen an die neue CD "Raging Tides" heran... und wurde völlig weggeballert!!!

Na da haben die Kollegen aber ein Monster losgelassen! Purer, unverfälschter Thrash der alten Schule knallt hier dem Hörer entgegen, ohne Kompromisse auf den Punkt gebracht, ohne Firlefanz, oder peinliche Referenzen an den Zeitgeist - es ist einfach nur herrlich! Ein geiler Sound, der an die guten alten Zeiten erinnert, als Bands wie Slayer oder Destruction noch geile Musik gemacht haben (ich persönlich höre zum Beispiel irgendwie immer wieder Elemente heraus, die mich an Sepultura zu "Beneath the Remains"-Zeiten erinnern!) - da können die Horden von Neo-Thrash-Bands aber einpacken!

Unterstützt werden die Jungs um die Urgesteine Mem von Stein (immer noch einer coolsten Thrash-Sänger dieses Planeten mit seinem originellen und unverwechselbaren Organ!) und Ray Mensh von einer gnadenlos geilen und powervollen Produktion, für die kein Geringerer als Waldemar Sorychta verantwortlich war. Ein wunderbar "altmodisches" und genau deshalb total mitreißendes Thrash-Album, das ich in dieser Wucht und Kraft echt nicht erwartet hätte - ein absoluter Kracher!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. The Raging Tides
02. Brand Of Evil
03. Catatonic
04. Sacred Defense
05. Welcome To Hellfire
06. Sinister Souls
07. Shadow Walker
08. There Will Always Be Blood
09. Dark Reflections
10. Death Factory
11. Forever My Queen (Bonustrack)
12. Hostage To Heaven (Bonustrack)

RAW: Battalion Of Demons

RAW Battalion Cover Promo1Label: MDD Records

Spielzeit: 34:13 Min.

Genre: Thrash Metal / Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 15. Januar 2016

 

Das seit 2006 in tiefsten Thrash-Gefilden wildernde Quintett RAW hat zwar aller Wahrscheinlichkeit nichts mit den Söhnen Mannheims zu tun, kommt aber dennoch aus der bezaubernden ZEWA-Stadt im äußersten Norden Baden-Württembergs. Nach der Veröffentlichung dreier Demos sowie der ebenfalls auf MDD veröffentlichten Alben 'Moshpit' von 2009 und 'Rawzilla' von 2012 holen Ill Phil und Kosorten mit 'Battalion Of Demons' zum feisten Drittschlag aus, auf dem sie recht deutlich Einflüsse aus dem Todesblei sowie dem Crust- und Grindcore aufweisen und auch etwas Motörhead (beispielsweise 'Career Decisions') in ihren Sound integrieren und dadurch um Ecken brutaler, aber auch geplanter als auf den Vorgänger-Alben zu Werke gehen, was a) schon gewaltig Sinn ergibt und b) gehörig die Extremitäten und vor allem den Kopf der Rezipienten zu schnellen Auf-und-ab-Bewegungen reizt. Gemixt und gemastert wurde der Spaß adäquat von Andy 'Holy Moses' Classen im renommierten Stage One Studio und erhielt ein adäquates Artwork vom bandeigenen Haus-und-Hof-Künstler Matt Auer.

Alles in allem eine recht gediegene Scheibe, die eine Menge Spaß macht und unbedingt laut gehört werden sollte. Da zückt man gern mal fünf von sieben Punkten. Wer seinen Thrash Metal etwas abseitiger mag und Dew Scented zu angesagt empfindet, ist mit besagter Veröffentlichung jedenfalls bestens bedient.

Kai Ellermann

XXL WertungL

Tracklisting:

01. Battalion Of Demons
02. Death Bacteria
03. Career Decisions
04. Shell Shock
05. Last Breath
06. Full Speed Ahead
07. Dark Clouds
08. Stop Asking
09. Start A Cult
10. Life Sucks
11. Link Riders
12. Rawmetal Thrashsquad

Spektr: The Art To Disappear

SPEKTR The Art to DisappearLabel: Agonia Records

Spielzeit: 39:19 Min.

Genre: Black Metal

Info: /

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Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 29. Januar 2016

 

Schon das Vorgänger-Album "Cypher" überzeugte durch seine brachiale Mischung aus Black Metal, Industrial, Noise und Ambient! Doch diesmal haben es die Franzosen kl.K und Hth wirklich geschafft, diesem Monstrum noch einen draufzusetzen.

"The art to disappear" ist eine verstörende Reise durch fremdartige und Grauen erregende Dimensionen der Furcht und des Terrors. Man stelle sich eine Mischung aus "Mysticum", "Aphyx Twins" und den kaputtesten Kapellen des legendären "Cold Meat Industrie"-Labels vor und man erhält den Sound von "Spektr"! Es ist nicht leicht, sich dieses Album komplett am Stück anzuhören und definitiv auch nichts für jeden Hörer, aber wenn man sich darauf einlässt, wird man (wenn auch auf eine recht kranke Weise!) belohnt!

"The art to disappear" ist nichts weniger als das vertonte Chaos, der Soundtrack im Fahrstuhl zur Hölle. Krank, kaputt und abstoßend und gerade deswegen umso faszinierender! Mir gefällt's extrem gut - was das wohl über mich aussagt???

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Again
2. Through the darkness of future past 05:26
3. Kill Again
4. From the Terrifying to the Fascinating
5. That day will definitely come
6. Soror Mystica
7. Your flesh is a relic
8. The Only one here
9. The Art to Disappear

Shakra: High Noon

SK HN 1500x1500Label: AFM Records

Spielzeit: 50:11 Min.

Genre: Hard Rock

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 29. Januar 2016

 

Mir war gar nicht bewusst gewesen, wie nah die Band vor dem Aus stand, als der damalige Sänger John Prakesh kurz nach der Veröffentlichung des letzten Albums "Powerplay" 2013 das Handtuch geworfen hat - und das nach der erfolgreichsten Platte der Bandgeschichte (Nummer 1 in der Schweiz!!). Gottseidank besann man sich und kontaktierte einen alten Bekannten, nämlich Mark Fox (der schon von 2001 bis 2009 hinterm Mikro stand), bereinigte alte Streitigkeiten und spielte ein neues Album ein.

Und das war genau das Richtige, denn "High Noon" klingt, als wäre Mark Fox (der auch am Songwriting beteiligt war) nie weg gewesen, hier hat sich ein hervorragend eingespieltes Team wiedergefunden. Das Ergebnis ist ein herrliches Hard Rock Album geworden: Erdig, voller Power und vor allem seltsam vertraut! Mark Fox war und ist ein Klasse-Sänger und verleiht dem Ganzen mit seinem Gesang so einen "Amerikanischen Touch", was den Songs sehr gut steht! Neben elf amtlichen Rockern darf mit "Life's what you need" auch noch die obligatorische Ballade nicht fehlen - es bleiben also keine Wünsche offen.

Mit der Wiederaufnahme ihres alten Sängers hat die Band einfach alles richtig gemacht und ein sehr gutes, zeitloses Hard Rock Album abgeliefert, das einfach Spaß macht! Wäre aber auch echt schade um die Band gewesen!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Hello 04:16
2. High Noon 05:06
3. Into Your Heart 03:55
4. Around the World 04:24
5. Eye to Eye 03:52
6. Is It Real 04:02
7. Life's What You Need 04:14
8. The Storm 04:15
9. Raise Your Hands 03:46
10. Stand Tall 04:10
11. Watch Me Burn 04:03
12. Wild and Hungry 04:08

Disquiet: The Condemnation

disquiet cover smLabel: Soulseller Records

Spielzeit: 54:31 Min.

Genre: Melodic Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Amazon

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 29. Januar 2016

 

Während ich diese Review verfasse, höre ich nicht etwa die entsprechende Platte (das tat ich zuvor, und zwar in sieben Hördurchläufen), sondern lausche den Klängen eines Nigel Kennedy. Kommt irgendwie ganz witzig.

Die Thrasher Disquiet aus dem niederländischen Utrecht existieren seit 2000, veröffentlichten noch im selben Jahr ihre erste sowie 2002 und 2008 jeweils eine weitere Demo und präsentierten 2011 ihre Debütscheibe 'Scars Of Undying Grief '. Ende Januar erscheint nun das Zweitwerk 'The Condemnation' des Quintetts aus Tulip-Country, auf dem sich zehn Tracks tummeln, welche alle irgendwo in der Schnittmenge von modernem Thrash und dynamischen Melodeath anzusiedeln sind. Der Gesang im Allgemein ist eher harsch und streckenweise growlig, orientiert sich in seinen melodischeren Momenten durchaus auch mal an Gus Chambers oder Chuck Billy und kann insgesamt als recht gelungen und abwechslungsreich bezeichnet werden. Auch an der Instrumentalfront gibt es nichts zu meckern: eine dynamische und sehr tighte Rhythmusfraktion, Dich an die Wand nagelnde Gitarrenwände und präzise gespielte, aber sich nicht in Wichsorgien verlierende Gitarrensoli sind alle top-notch.
Die Produktion kann auch mehr als nur gelungen bezeichnet werden. Glasklar produziert und sehr druckvoll, wobei die Drums manches Mal ein wenig untergehen, aber das wirklich nur ein wenig.
Was hier noch fehlt, ist der eine oder andere Gassenhauer, aber immerhin wissen wir, was wir mit Album Numero drei erwarten können: den einen oder anderen Hit.

Im Gesamtbild ist 'The Condemnation' also eine echt gute Scheibe geworden. Fans von beispielsweise Grip Inc. und neueren Testament oder In Flames, The Haunted, Arch Enemy und wie die ganzen Schnuckis aus Schweden heißen bekommen hier verdammt gediegene Kost geboten. So, der gute Nigel hat nun Sendepause. Ich ziehe mir die Scheibe der fünf Niederländer jetzt noch mal rein, yeah!

Kai Ellermann

XXL WertungL

Tracklist:

1. Ascending
2. The Condemnation
3. Fist of Persistence
4. Born to Dissent
5. The Great Divide
6. Haul Down the Tree of Life
7. Las’Pasi
8. From Essence Deprived
9. IDK
10. Bred to Fail

Embedded: Bloodgeoning

embedded 2016Label: Apostasy Records

Spielzeit: 35:46 Min.

Genre: Brutal Death Metal

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Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: 29. Januar 2016

 

Die Todesschwadrone Embedded aus meiner Lieblingsstadt Osnabrück gründete sich bereits 1994 und zählt somit zu den dienstältesten Trümmerkapellen der Friedensstadt (an dieser Stelle sei Sudden Death erwähnt, die kürzlich nach über zwei Dekaden ihre allerletzte Show spielten - R.I.P.). Nach einigen Besetzungswechseln, welche nach einer so langen Zeit häufig leider nicht ausbleiben, ist von der ursprünglichen Truppe keiner mehr übrig (das Napalm-Death-Phänomen), was vermutlich auch der Grund dafür ist, dass der ursprüngliche Oldschool-Todesblei älterer Tage einer wesentlich brutaleren, aber auch technischeren Spielart des Death Metals gewichen ist. Die Kapelle, welche in den letzten 19 Jahren zwei Demos, eine EP, drei Alben sowie eine Split-EP mit den Österreichern von Disastrous Murmur veröffentlichte, bezeichnet ihren Stil als Brutal Death Metal, wobei hier aber weder übertrieben gegroovt, noch mit nicht aussprechbaren Songtiteln kokettiert oder mit ausschließlich unverständlichen Inhale-Growls und dünnen Pig-Squeals gearbeitet wird. Letzte Trademarks finden zwar Verwendung, allerdings sparsam und effektiv; ansonsten ist das Exhale-Gegrowle von Frontsau Rainer Düsing recht tief, verständlich und ansprechend abwechslungsreich.
'Bloodgeoning' (haha, gutes Wortspiel) entstand unter der Regie von Soundtüftler Jörg Uken (Soundlodge), der sich in den letzten Jahren einen sehr guten Namen und auch dieses Mal wieder nen prima Job gemacht hat.
Wer beispielsweise Malevolent Creation, Suffocation und Cannibal Corpse auf seinem Speiseplan stehen hat, wird mit dieser Scheibe seinen Hunger mehr als stillen können. Guten Appetit!

Kai Ellermann

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Quadruple Corpse Horror
02. Murder-Suicide
03. Cleansed By Fire
04. Dawn Of My Being
05. Edenblaze
06. Grinding The Bones
07. Time Has Come
08. Bowed

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