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Ashcloud - Kingdom Of The Damned

achcloud  kingdomxxlLabel: Xtreem Music

Spielzeit: 41:41 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Gerade noch hatte ich den guten Jonny Pettersson mit dem Debüt-Album von Ursinne in den Gehörgängen, schon kommt der Schwede wieder an, diesmal mit seiner Band Ashcloud. Und wieder hat er sich als Partner einen Engländer geschnappt, nämlich Gareth Nash, den Undergound-Spezialisten vielleicht von seiner Band Body Harvest oder seinen ehemaligen Arbeitgebern Amenti, bzw. Unknown Fear kennen. (Ich kannte ihn vorher allerdings nicht!) Und man glaubt es kaum, die beiden zocken doch wahrhaftig Death Metal!!! Selbstverständlich geht es wieder in Richtung Old School, mit einem zünftigen schwedischen Einschlag, wobei auch immer wieder verführerisch in Richtung Crust geflirtet wird. Das kommt besonders gut an, wenn die beiden Musiker ordentlich aufs Gaspedal treten, aber sie können auch in Langsam und Mittelflott überzeugen. Das Tempo wird also gekonnt variiert, was dem Gesamteindruck und der Abwechslung richtig gut tut. Den Gesang teilen sich die zwei Hoschis brüderlich und auch hier gibt es nix zu meckern. Ihr drittes Album (seit der Bandgründung 2013, das nenne ich mal fleißig!) bietet also coolen Death Metal der skandinavischen Schule, lecker brutal und vor allem mit ordentlich Spaß inne Backen eingeprügelt. Man merkt an jeder Note, dass die beiden selber große Death Metal Maniacs sind und einen Heidenspaß an ihrem Krach haben. Und wo wir gerade bei verrückten Metallern sind: Kollege Rogga darf da natürlich nicht fehlen und leistet beim Song "Under dödens vingar pt.4" seinen Gastbeitrag. Was will man denn noch mehr?

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. Among the Grotesque
02. Kingdom of the Damned
03. Suspended in Death
04. Dansa pa Krossade Skallar (feat David Nilsson)
05. The Serpent King
06. Under Dödens Vingar pt. 4 (feat Rogga Johansson)
07. The Seven Tumpets of Hell
08. A Breath of Decay
09. When Empires are No More
10. Megeddio

 

Decrepit Birth - Axis Mundi

Decrepit Birth 2017Label: Agonia Records

Spielzeit: 44:41 min.

Genre: Technischer Death Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: sm-metal-shop

VÖ-Datum: 21. Juli 2017

Sieben Jahre Pause zwischen zwei Alben, das wäre in jedem anderen Musikgenre der absolute Todesstoß für jede Band. Nicht so beim Metal! Hier gehen wir doch regelmäßig steil, wenn 'ne gute Band nach Urzeiten wieder aus der Versenkung auftaucht und uns mit neuem Ohrenfutter erfreut. Wahrscheinlich haben wir Metaller einfach ein viel besseres Gedächtnis als alle Anderen zusammen (treuer sind wir auf jeden Fall!!) So dürfte es niemanden verwundern, dass sich ordentlich viele Fans gefreut haben, als es hieß, dass Decrepit Birth endlich wieder auf der Matte stehen und das Warten hat sich auch wirklich gelohnt, denn "Axis Mundi" ist ein verdammt cooles Geschoss geworden. Die Jungs haben nichts verlernt, ganz im Gegenteil! Wieder einmal hauen sie uns technisch hoch anspruchsvollen und gleichzeitig extrem brutalen Death Metal um die Ohren, dass es eine wahre Wonne ist. Die Amerikaner schaffen es aber auch ausgezeichnet, griffige Songs zu schreiben, die gut ins Ohr gehen und dort auch hängenbleiben. Und nichts davon geht auf Kosten der Brutalität, also auch die Fraktion unter den Fans, die es mögen, wenn es so richtig schön aggressiv einen auf die Nuss gibt, sind hier an der richtigen Adresse! So gefällt mir das, denn ganz ehrlich, mit solchen Bands, die es mit ihrem Können übertreiben und denen man als Nicht-Musiker kaum noch folgen kann, bin ich dann doch manchmal überfordert. Nicht so bei Decrepit Birth - und das ist auch gut so! Feines Geprügel mit Niveau, das kann ich Euch mit gutem Gewissen empfehlen! Kauft aber auf jeden Fall die Digipack-Version, denn dort sind noch drei sehr coole Coverversionen enthalten und zwar von Metallica (Orion), Sepultura (Desperate cry) und Suffocation (Infecting the crypts) - lohnt sich!!!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Vortex of Infinity – Axis Mundi 04:16
2. Spirit Guide 05:33
3. The Sacred Geometry 04:26
4. Hieroglyphic 05:16 
5. Transcendental Paradox 04:31
6. Mirror of Humanity 04:30
7. Ascendant 04:44
8. Epigenetic Triplicity 05:44
9. Embryogenesis 02:44

Gravetemple - Impassable Fears

GravetemplexxlLabel: Svart Records

Spielzeit: 33:12 min.

Genre: Noise/Drone/Krach

Info: Facebook

Hörprobe: Soundcloud

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Was kommt wohl heraus, wenn sich Oren Ambarchi und Stephen O'Malley von Sunn))) mit der kaputtesten Stimme jenseits von Bottrop Vonderort zusammentun? (Die Rede ist selbstverständlich von Attila Csihar, was dachtet Ihr denn??) Na klar: Grauenhaft/genialer Krach!! (Das infernalische Trio wird übrigens noch von Matt Sanders an den Drums unterstützt, der Kerl, der wohl schon in jeder zweiten australischen Band getrommelt hat.) Aber kommen wir zur Musik, auch wenn die meisten Zeitgenossen, die hier eingefangenen Klänge mitnichten als "Musik" bezeichnen würde und ich bin ganz ehrlich, auch wenn ich ein Freund schräger Kost bin, ist das hier verdammt hartes Zeug, das ganz nah an der Grenze zur Unhörbarkeit rangiert. Es regiert eine extrem dissonante Mischung aus Drone, krassen Noize-Klängen und einfach nur undefinierbarem Lärm. "Impassable fears" in einem Stück durchzuhören, ist echt eine Zumutung und nur für die ganz Harten. Das Beste an der Sache ist ohne Zweifel der Einsatz von Kollege Attila, der mir mit seiner Stimme wie schon so oft eine Gänsehaut verschafft! Schön, dass der Ungar immer wieder offen für schräge Zusammenarbeiten mit anderen Musikern aus der ganzen Welt ist. Insgesamt also eine extrem herausfordernde Geschichte, die für mich leider zu oft über die Grenzen des Erträglichen geht und dafür Abstriche in der B-Note bekommen muss. Total kranker Scheiß!!!

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. A Szarka (The Magpie)
2. Elavult Foldbolygo (World Out of Date)
3. A Karma karmai (Karmas claws)
4. Domino
5. Athatolhatatlan Felelmek (Impassable Fears)
6. Az Orok Vegtelen Uresseg (Eternal Endless Void)

SunSpell/Saudade: From the mist... We are but dust

sunspell saudadeLabel: Iron Bonehead (LP)/Les Fleurs du Mal Productions (MC)

Spielzeit: 37:37 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Den Beginn macht auf dieser neuen Split-Veröffentlichung aus dem Hause Iron Bonehead das amerikanische Ein-Mann-Projekt SunSpell. Der Musiker hinter dem Ganzen nennt sich Doulos und ist mal ordentlich fleißig, denn das hier ist bereits seine sechste Veröffentlichung seit der Bandgründung im Jahre 2015. Leider geht dies eindeutig auf Kosten der Qualität, denn die beiden überlangen Songs können mich nicht wirklich überzeugen. Nach einem viel zu langem Intro-Part (fast vier Minuten!!) verwurstet der gute Doulos verschiedene Black Metal Subgenres miteinander, was aber so gar nicht gelingen will. Derart uninspirierte Musik dann auch noch in über zehn Minuten lange Kompositionen zu packen, macht die Sache selbstverständlich nicht viel besser, bzw. erträglicher. Passenderweise ist auch die Produktion ziemlicher Mist, gerade der Gesang ist so leise in den Hintergrund gemischt worden, dass er kaum noch als reines Geräusch wahrnehmbar ist. Sorry, aber das ist wirklich Schrott! Das kanadische Trio Saudade macht es dann zumindest ein klein wenig besser. Auch hier gibt es ein überflüssiges Intro, doch ist dieses zumindest nur 45 Sekunden lang... Danach gibt es schlecht gemachten Rumpel-Black Metal, ebenfalls mit 'nem beschissenen, viel zu dünnen Sound auf die Ohren. Was mir an den Sachen von Saudade am besten gefällt, ist das kurze "Interlude", denn dies ist mal wirklich gelungen, ein schön gruseliges Intro, das aber inmitten des Albums den Fluss desselben total kaputt macht. Warum hat man das nicht an den Anfang gestellt? Egal, denn auch wenn die Kanadier etwas besser sind, ist das Gesamtergebnis doch verdammt mager und ich kann vom Kauf dieser Platte leider nur abraten...

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

Side A
1. SunSpell - Consumed by Emptiness 11:27 Show lyrics
2. SunSpell - Dreams of an Eidolon Moon 10:33
Side B
3. Saudade - Suppression (Intro) 00:46
4. Saudade - Savagery 02:28
5. Saudade - Black Death 03:17
6. Saudade - (Interlude) 01:23
7. Saudade - Halted: Erased 03:17
8. Saudade - Chapel of Judgement 04:26

Ulkagul - Obliterate The Impudent Disciples

 Ulkagul  xxl Label: Eigenproduktion

Spielzeit: 24:35 min.

Genre: Primitive Black Metal

Info: /

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Achtung Freunde, jetzt wird es so richtig derbe! Die Band aus Florida hinterlässt auf ihrem Debüt nicht als verbrannte Erde! Das nenne ich mal primitiven Black Metal der Güteklasse A, reduziert bis auf das Allernötigste, extrem brutal, dreckig und kompromisslos. Bei einem solchen Album merkt man endlich mal wieder, wie sehr der ursprüngliche Black Metal doch mit dem Punk verbunden war. Hier wird ohne Gnade drauflos geprügelt, als gäbe es kein Morgen mehr, wie die Irrsinnigen malträtieren die Musiker ihre Instrumente, doch man sollte auf gar keinen Fall den Fehler machen, "primitiv" mit "dilettantisch" gleichzusetzen. Die Kollegen wissen ganz genau, was sie tun und das ziehen sie mit bewundernswerter Konsequenz durch. Definitiv nichts für Weicheier, doch Freunde von Tanzkapellen wie Ildjarn, Ruach Raah und ähnlich gepolten Krawallbrüdern dürften auch mit Ulkagul verdammt glücklich werden. Gibt es im Moment leider nur digital, da die passende MC schon komplett ausverkauft sein dürfte, aber in dem Fall habe selbst ich mal 'ne Ausnahme gemacht!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Your God Failed (Intro) 01:27
2. Filth of the Divinity 03:15
3. The Vultures Follow 02:35
4. Cleansed in Fire 03:07
5. Satanic Resuscitation 04:02
6. Obliterate the Impudent Disciples 03:26
7. Under the Power of Satan 03:20
8. Curb Stomping Christ 03:23

Goatwhore - Vengeful Ascension

goatwhore 2017Label: Metal Blade Records

Spielzeit: 41:53 min.

Genre: Black/Thrash Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: sm-metal-shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Die Black-Thrash Veteranen Goatwhore liefern wieder. „Vengeful Ascension“ soll der Name des mittlerweile siebten Albums sein und dieses bringt genau das, was von Fans erwartet wird. Zehn raue, mal punkig, mal thrashig, mal sehr schwarzmetallische neue Ergüsse gilt es zu erlauschen.

Die 1989 gegründete Band geht hier sehr routiniert zur Sache, gibt sich aber alle Mühe etwas Abwechslung in die ganze Chose zu bringen. Die vielen Dienstjahre spielen der Band in die Karten, man merkt die Professionalität, die jedoch nie in Langeweile ausartet, die Jungs haben immer noch Bock.
Der Opener "Forsaken" startet herrlich direkt und groovt sich in die Gehörgänge. Die Produktion passt, fühlt sich nah an der Band an, hier ist nichts überproduziert. Etwas mehr in Richtung Doom präsentiert sich "Where The Sun Is Silent" und bietet somit eine kurze Verschnaufpause, die wunderbar in den Klangkosmos der Band passt.

Was gibt es sonst noch zu sagen? Mal mehr im Death, mal mehr im Black Metal pflügt sich das Kommando gnadenlos durch ihre neuen Songs. Meist im peitschenden Thrash-Groove als Fundament unterwegs kommt zu keiner Sekunde Langeweile auf. Als Anspieltipp sei unbedingt noch das bärenstarke "Chaos Arcane" aufgeführt, dieses bietet durch seine tolle Hook feinstes Konzertmaterial.

Am Ende wird mit "Those Who Denied Gods Will" noch einmal die Black-Metal-Keule ausgepackt, das Album endet damit fulminant und der Griff nach dem Repeat Button drängt sich fast schon auf. Man hat das Gefühl, dass in der letzten Zeit wirklich viele tolle, eher klassisch geprägte Metal Alben herauskommen, Goatwhore reihen sich dort ein. Die Band dürfte durch die Vermengung vieler Genres eine breite Masse ansprechen, daher sei jedem Freund der extremen Metal Spielarten mindestens ein Reinhören empfohlen.

Sascha Scheibel

XXL WertungL

Tracklist:

1. Forsaken 03:40 
2. Under the Flesh, Into the Soul 04:33 
3. Vengeful Ascension 04:14 S
4. Chaos Arcane 03:57 
5. Where the Sun Is Silent 04:35 
6. Drowned in Grim Rebirth 04:14
7. Abandon Indoctrination 04:19 
8. Mankind Will Have No Mercy 03:48 
9. Decayed Omen Reborn 04:25 
10. Those Who Denied God's Will 04:08 

 

Horrid - Beyond The Dark Order

Horrid  Beyond the dark orderxxlLabel: Dunkelheit Produktionen

Spielzeit: 49:08 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Diesmal haben sich die Italiener nicht ganz so viel Zeit gelassen mit einem neuen Album, "nur" drei Jahre nach "Sacrilegious fornication" (Dunkelheit - 2014) gibt es neues Ohrenfutter aus der Lombardei. Doch kann man an den formidablen Vorgänger (der damals von mir die Höchstnote bekommen hat!) nahtlos anknüpfen, denn der war echt richtig, richtig geil? Nun, nicht ganz, aber das ist Jammern auf ganz hohem Niveau, denn auch "Beyond the dark order" ist verdammt guter Stoff. Schöner, brutaler Old School Death Metal, wieder versehen mit einer Bomben-Produktion. Und auch Sänger Dagon holt diesmal wieder alles aus sich heraus (Speiseröhre, anderthalb Lungenflügel...) und growlt wie ein Weltmeister. Ganz feines Zeug, das ich ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen kann, auch wenn das 2014er Album ein wenig besser ist. Am besten legt Ihr Euch gleich beide CDs zu und das Wochenende ist gerettet. Knallharter Death Metal ohne Firlefanz oder modernen Schnickschnack - wer kann dazu schon "Nein" sagen? Ich nicht...

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. THE BLACK MARCH
02. CURSED DUNES
03. BLOOD PAINTED WALLS
04. THE EYES OF TERROR
05. THE STATEMENT
06. SACRILEGIOUS FORNICATION
07. MISSING END
08. DEMONIC CHALLENGE
09. BEYOND THE BLACK BORDER

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