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Arroganz im Interview

Es sind nur knapp anderthalb Jahre vergangen und schon stehen Arroganz mit einem neuen Album in den Startlöchern. Ein Schnellschuss? Mitnichten, der neue Longplayer zeigt die Band aus Cottbus besser denn je. Mal schauen, was die Kollegen auf unsere Fragen so zu erzählen haben:

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 (Bildquelle: Band/Facebook)

 

Das neue Album „Tod & Teufel" steht bald in den Läden. Seid Ihr zufrieden mit dem Ergebnis?

Wir sind sehr zufrieden! Das Album ist genauso geworden, wie wir es uns vorgestellt haben. Wären wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden gewesen, hättest du die Scheibe auch nie gehört.

Vergleicht man „Tod & Teufel" mit seinem Vorgänger, so fällt doch auf, dass Ihr das Tempo erheblich gedrosselt habt. Wie kam es dazu? Zuviel Asphyx gehört, oder ergab sich das ganz spontan?

Zuviel Asphyx geht gar nicht – aber nein, daran liegt es nicht. Das war eine ganz natürliche Entwicklung. Ein Song ist gut, wenn er gut ist und das passende Tempo hat. Ganz einfach. Mal abgesehen davon enthält das Album auch einige der schnellsten Parts, die wir je geschrieben haben.

Wie würdet Ihr darüber hinaus selber die Unterschiede zwischen den beiden Alben beschreiben?

TOD&TEUFEL ist emotionaler und etwas persönlicher als kaos.kult.kreation – wenn man sich auf das Album als Ganzes einlässt, ist es sehr intensiv. Es ist jedoch nicht so eingängig wie die Vorgänger.

Euern Death Metal möchte ich mal als ausgesprochen dreckig und fies bezeichnen. Wie versetzt Ihr Euch beim Komponieren/Aufnehmen in die richtige Stimmung dafür, oder seid Ihr allgemein und immer ziemlich angepisst?

Sowohl beim Komponieren, als auch beim Aufnehmen beeinflussen sich die eigene Stimmung und das Schaffen an sich gegenseitig. Irgendwo gibt es einen Anfangspunkt, aus einer Emotion, oder einem Gedanken, oder einer Vision heraus – der Rest geschieht von allein. Ich bin ein recht kontinuierlicher Schreiber. Egal ob Text, Riff oder Rhythmus: wenn etwas in mir brennt, dann muss es raus.

Darüber hinaus empfinde ich Euren Sound als sehr eigenständig. Er ist weder der schwedischen, noch der amerikanischen oder einer anderen Szene zuzuordnen. Da stellt sich natürlich die Frage nach Euren Einflüssen!

Privat hören wir seit unserer frühen Jugend hauptsächlich Death und Black Metal – aber unsere Einflüsse ragen natürlich weit über dies hinaus. Wir lassen uns von allem inspirieren, was ehrlich und aussagekräftig ist – von allem was uns wachsen lässt. Das ist nicht nur Musik! Und was gibt es besseres, als das man nach einigen Jahren einen eigenen Stil daraus entwickelt und dieser auch erkannt wird. Alle sprechen grad vom neuen deutschen Death Metal – ich denke, wir spielen ihn jetzt auch.

Arroganz-cover webWas hört Ihr so privat, meines Wissens ist „K" auch ein großer Jazz-Fan. Stimmt das? Welche Alben haben Euch in letzter Zeit so richtig begeistert?

Ich höre gelegentlich auch Jazz und Blues, das ist richtig. Aber ein echter Fan? – Ich denke dafür bin ich zu wenig in der Szene drin. Aber in den letzten Tagen habe ich mir die aktuelle Scheibe von BOHREN & DER CLUB OF GORE ein paar Mal reingezogen, um mal im jazzigen Bereich zu bleiben. Das Ding ist einfach überragend! Ganz aktuell laufen bei mir „Hallow The Dead" von DEATHRONATION und die neue PRIMORDIAL rauf und runter: Beide wahnsinnig gut!

Eure Pseudonyme sind mit –K-, -T- und –P- kurz und knapp. Steckt dahinter ein bedeutendes Konzept, oder reine Bequemlichkeit (zum Beispiel um bei Autogrammstunden nicht so viel schreiben zu müssen)?

Durch die Kürzel entpersonalisieren wir uns als Bandmitglieder. Es stehen keine besonderen Namen, sondern ARROGANZ als Gemeinschaft im Vordergrund - und trotzdem bleiben wir unterscheidbar.

„K", Du hast unlängst mit Deserted Fear zusammen gearbeitet (den Text für Kingdom of Worms geschrieben). Wie kam dies zustande?

Wir kennen die Jungs von Deserted Fear schon eine Weile. Sie sind gute Freunde von uns und fragten mich, ob ich vielleicht einen Text für ihr Album beisteuern könnte – und das habe ich gemacht. Lest ihn euch durch Freunde!

Und gleich nochmal eine Frage an „K" hinterher: Deine Stimme ist wirklich sehr außergewöhnlich. Wie bekommst Du diesen extrem garstigen Klang hin? Ist das naturgegeben, oder muss man bzw. Du so was richtig trainieren? Wie hältst Du das ein ganzes Konzert lang durch?

Diese Stimme kam mit der Zeit. Ich habe mich bei den Studio-Sessions für TOD&TEUFEL diesmal von allem frei gemacht und überhaupt nicht darauf geachtet, wie ich singe. Ich habe der Situation einfach freien Lauf gelassen und somit die meiner Meinung nach besten Arroganz-Vocals bisher abgeliefert.

Ihr seid von Blacksmith Records zum Rico und F.D.A. Rekotz gewechselt. Wieso der Wechsel, warum zu FDA und fühlt Ihr Euch dort gut aufgehoben?

Wir fühlen uns sehr gut aufgehoben! Der Wechsel war ein Schritt in die richtige Richtung – wir verstehen uns blendend mit Rico. Er ist ein absoluter Maniac und mit Herz und Seele dabei. Ich glaube er liebt sein Label ähnlich, wie wir ARROGANZ lieben. An der Stelle will ich aber auch noch mal betonen, dass wir ohne die überragende Arbeit mit Blacksmith Records heute nicht dort wären, wo wir sind!

Was könnt Ihr mir zu den Texten auf „Tod & Teufel" erzählen (Mir liegen leider keine vor!). Wer hat sie geschrieben?

Für die Texte bin ich verantwortlich. Sie sind sehr offen – philosophisch und spirituell zugleich. Aber am besten du liest die Texte erst einmal und dann können wir auch drüber reden.

Ich muss auch unbedingt das Cover der neuen Platte ansprechen. Wer hat das Teil entworfen und was soll das eigentlich darstellen? (in meinem Bekanntenkreis gehen die Vermutungen vom Urknall, über „Cthulu erreicht die Erde" bis hin zu den Eintritt von Spermien in die Gebärmutter.....) Bitte klärt uns auf!!!

Das Artwork haben wir gemeinsam mit Chris von Misanthropic Art entworfen, welcher es dann auch umgesetzt hat. Aber mit Spermien, Urknall, oder Cthulu hat es überhaupt nichts zu tun. Bei einem Artwork ist auch wie bei den Texten: Erst mal in Ruhe durchlesen bzw. anschauen! Das Cover spiegelt auf eine abstrakte Art und Weise die Inhalte des Albums wieder, soviel will ich verraten – den Rest sollte man aber für sich selbst entdecken.

Ihr habt Euch dieses Jahr recht rar gemacht und nur eine Handvoll Konzerte gespielt. Woran liegt das?

Wir haben dieses Jahr 11-12 Gigs gespielt. Das ist normales Pensum. Und wir haben uns natürlich auch auf die Albumproduktion konzentriert.

Was sind die nächsten Pläne für Arroganz?

Für nächstes Jahr ist eine Split geplant. Einige Gigs sind schon bestätigt – wir werden einfach weiter unseren Weg gehen.

Die letzten Worte sollen Euch gehören!!

Deine Freiheit soll alles andere nichtig machen!

Vielen Dank für Eure Mühe, meine Fragen zu beantworten!

Wir haben zu danken!

-K-/ARROGANZ

Christian Hemmer

XXL-Tipp

XXL Tipp Crypts Of Despairxxl

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