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Illdisposed - Reveal Your Soul For The Dead

illdisposed2019Label: Massacre Records

Spielzeit: 42:43 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Hell yeah, die umtriebigen Dänen um Subwoofer Bo Summer sind wieder zur Stelle und haben ein brandaktuelles Todesblei-Scheibchen mitgebracht: 'Reveal Your Soul For The Dead' stellt im 29. Jahr der Bandgründung Album Nummer 15 dar und beginnt mit einem ziemlich gediegenen Instrumental-Stück. Im Anschluss wird mit dem Midtempo-Stampfer '...For The Dead' der erste Rammbock in Richtung Tor auf den Weg schickt, um auf nicht gerade freundliche Weise anzuklopfen... Und wir alle wissen, dass mit dem Ausklingen des elften und finalen Songs, 'All Is Sworn', die Festung komplett niedergerissen wurde.

Der von Dan Swanö gemischte und gemasterte Silberling macht knapp 43 Minuten gewaltig viel richtig, hat ordentlich Groove und hier und da die eine oder andere Knüppeleinlage, spart zudem nicht mit sinnvoll eingestreuten und zum Glück nicht ALLZU VIELEN Melodien und präsentiert Uns-Bo gesanglich wieder etwas abwechslungsreicher, wenn man das in den gesteckten Grenzen so formulieren darf.

'Reveal Your Soul For The Dead' ist sicherlich nicht der nächste Meilenstein im Death Metal, will das mit ziemlicher Sicherheit auch gar nicht sein und gibt uns Todesbleiverrückten stattdessen genau das, was wir eh schon immer von dieser Band erwartet haben. Ganz sicher nicht die stärkste Scheibe der Dänen, aber auch ganz weit davon entfernt, nur Durchschnittsware zu sein.

Rippenspieß

XXL WertungL

Tracklisting:

01. Reveal Your Soul...
02. ...For The Dead
03. With Hate
04. This Is Our Calling For The End
05. What Will I Become?
06. We Must Endure
07. To Sail You Away
08. We Are One
09. Drink It All
10. She’s Not In Our Way
11. All Is Sworn

Frantic Aggressor - Land Mine Logic

Frantic AggressorLabel: Eigenproduktion

Spielzeit: 42:11 Min.

Genre: Black Thrash Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

Hui, da haben wir aber mal wieder was ganz Feines aus dem einheimischen Underground! Die Rede ist von der Berliner Formation Frantic Aggressor, die unlängst mit "Land Mine Logic" ihr Debüt unters Volk gebracht haben (nachdem es 2016 bereits eine Demo-Kassette ("Alpha Strike"!) gab. Geboten wird uns von dem Trio saugeiler Black/Thrash Metal: Räudig, dreckig und ordentlich brutal! Herrlich Old School knüppelt man sich durch die Songs, macht dabei keine Gefangenen und setzt pure Aggression gekonnt in extreme Töne um. Den Gesang von Kollege Discrimination kann man eigentlich nur als raues Gekeife beschreiben und die Geschwindigkeit der Songs tendiert fast ausschliesslich gegen "Volle Pulle!" - romantische Balladen braucht Ihr hier definitiv nicht zu suchen! Wer solche Bands wie die grandiosen Bitchhammer liebt, oder sich fragt, wie sich Nocturnal Breed in noch dreckiger anhören würden - der darf hier bedenkenlos zuschlagen! Ich bin jedenfalls schwer begeistert von dem Krach der Berliner! Eine Band, die man unbedingt unterstützen muss!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. Intro
02. Traces
03. Freedom.Power.Will
04. Amoeba
05. The Wanderer
06. Über Landminen
07. S.Mi.35
08. Tragedy
09. Manifesto
10. Final Spasms of a Dying Multiverse

Ysbryd + Nebelgrund + Helsang: Im Tode vereint (Split)

nebelgrund2Label: Winterwolf Tonschmiede

Spielzeit: 37:42 Min.

Genre: Black Metal

Info: Ysbryd; Nebelgrund; Helsang 

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Eine sehr feine Split-CD wurde unlängst via Winterwolf Tonschmiede unters Volk gebracht, mit jeweils zwei Beiträgen von Ysbryd, Nebelgrund und Helsang. Erstgenannte Formation sollte eigentlich jeder Black Metaller mit gutem Geschmack durch das hervorragende Debüt-Werk "Kraft" (Review hier!) kennen und wer dieses Album so wie ich verdammt geil findet, wird sich über die beiden neuen Songs definitiv freuen, denn sie knüpfen nahtlos an "Kraft" an. Das heisst, es gibt qualitativ hochwertigen Midtempo-Black Metal auf die Ohren, der wieder komplett überzeugt! Weiter geht es mit einem weiteren Ein-Mann-Unternehmen, nämlich Nebelgrund. Protagonist Nebelgeist geht ein ganzes Stück rauer und dreckiger an die Sache heran, was aber auch seinen brutalen Reiz hat und wer die bisher erschienenen Alben "Die Reise" (2016) und "Wahn im Nebel" (2018) kennt, weiss um die Qualitäten des Kollegen. Ich bin schon sehr auf das kommende (dritte) Album "Des Zornes Glut" gespannt, welches im Herbst erscheinen soll. Während der erste Song rasant durchs Unterholz bollert, ist "Weg in die Schatten 2 (Anderswelt)" ein fast schon doomiger Brecher, der für mich den Höhepunkt dieser Split darstellt. Den Abschluss machen zwei Songs der Band Helsang, die ich bislang noch nicht kannte, was aber wohl daran liegt, dass die Burschen bis zu dieser Split noch nix veröffentlicht haben. (höhö!) (Hier tummeln sich übrigens (u.a.) Gestalt von Ysbryd und Schattenwesen von Todesweihe!) Die Formation liefert uns wiederum eine andere Facette des Black Metals: Ein extrem ätzender Gesang trifft auf niveauvollen Black Metal, der überwiegend im Midtempo-Bereich beheimatet ist und mit einer sehr kalten und bösartigen Atmosphäre ausgestattet ist. Insgesamt also eine ausgezeichnete Split-CD mit drei Bands, denen ich allen noch eine große Zukunft vorhersagen möchte. Großartiger Underground-Stoff, der übrigens auf schmale 100 Exemplare limitiert ist!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Nebelgrund - Weg in die Schatten 1 (Der Tod)
2. Nebelgrund - Weg in die Schatten 2 (Anderswelt)
3. Ysbryd - Vom Bettler und vom Krieger
4. Ysbryd - Ein Leben im Angesicht der Gezeiten
5. Helsang - Unterwelt
6. Helsang - Der Weg zur Hel

Knoest - Dag

Knoest CoverLabel: Ván Records

Spielzeit: 32:37 Min.

Genre: Pagan Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Wenn sich (aktuelle und ehemalige) Mitglieder von Bands wie Fluisteraars und Wederganger zu einer neuen Kapelle zusammenfinden geht man eigentlich davon aus, dass man auch hier hervorragenden niederländischen Black Metal zu hören bekommt. Eigentlich... Denn was das Trio auf ihrem Debüt zum Besten gibt, ist zwar von einer Top-Qualität, hat aber mit orthodoxem Black Metal nicht sonderlich viel am Hut. Dreh- und Angelpunkt ist der erstklassige Viking Metal Gesang von Joris van Gelre, den man zwar schon von seiner Performance bei Wederganger, Heidevolk oder :Nodfyr: kennt, doch noch nie klang seine Stimme derart grandios wie hier bei Knoest! Zu diesem gesellt sich dann gar abwechslungsreiche Musik, die sich von aggressivem Black Metal bis hin zu folklorischen Klängen bewegt. Angenehm facettenreich präsentiert man sich, wodurch dieses Album von Beginn an fesselt und den Hörer bis zum Schluss nicht mehr aus seinen Fängen lässt. So lasse ich mir Pagan Black Metal gefallen, anspruchsvoll, ohne Klischees und darüber hinaus mit einer einwandfreien Produktion ausgestattet - sollte man unbedingt mal reinhören!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Side A
1. Ochtend 05:13 
2. Middag 08:15 
Side B
3. Avond 07:14 
4. Nacht 11:45

Bastard Grave - Diorama Of Human Suffering

bastardgravexxl2017Label: Pulverised Records

Spielzeit: 37:42 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Manches Mal hat man als Rezensent einer CD-Review mit ein paar relativ wenigen Wörtern eine Review recht kurz und schmerzlos abgeschlossen. Ist mir gerade wieder geschehen:

Als Nachfolger des formidablen, 2015 veröffentlichten Debütalbums 'What Lies Beyond' erscheint dieser Tage das Zweitwerk der fünf Schweden, die auf diesem neun zünftige Nackenbrecher in knapp 38 Minuten präsentieren. Im Gesamtbild wirkt alles sehr viel durchdachter konzipiert, besser produziert und macht auch einen großen Schritt in Richtung Songwriting. Was soll ich noch weiter sagen?

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Drowning In An Ocean Of Bile
02. Diorama Of Human Suffering
03. Transubstantiation Into Feces
04. Inner Carnivore
05. Life In The Sewers
06. Translucent Visions
07. Madness Of Creation
08. Non-Functioning Pile Of Rot
09. Stench Of Infection

Damnation Defaced - The Devourer

damnation2019Label: Apostasy Records

Spielzeit: 45:37 Min.

Genre: Melodic Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Das Klischee, das Extrem-Metal-Musiker die bösestete und verkommenste Art Mensch darstellen, war meiner Ansicht nach schon immer gediegen; gebt beispielsweise einem x-beliebigem Haufen Death-Metaller eine Kiste Bier und eine Großpackung Klopapier und Ihr werdet sehen, wie böse und ernsthaft die Kollegen sind (ich sag' nur "Die Mumie Teil 5 und 6).

Was die Musik angeht, sollte extremer Metal allerdings tatsächlich brutal, kompromisslos und in die Fresse sein. Gerade im Melodeath-Bereich trifft das aber leider nicht immer zu; hier wird häufiger zu verschmust oder gar zu lieb agiert und im allerschlimmsten Fall noch mit viel Pathos und Platitude um sich geworfen. Vielleicht bin ich ja, was das betrifft, zu sehr Purist, doch Melodic Death Metal MUSS ganz einfach Eier haben.
Die Niedersachsen Damnation Defaced haben jedenfalls das, was der mexikanische Bandit als Cojones bezeichnet und spielen ihren Melodeath alles andere als weichgespült. Stattdessen dominieren auf Album Nummer vier die nötige Härte und zum Teil wahnwitzige Geschwindigkeiten, der Gesang ist mordsbrutal und im positiven Sinne dreckig. Was die melodischen Part angeht, beweist das Quintett aus Celle ein gewisses Gespür, ohne dabei zu sehr ins Poppige und/oder Seichte abzudriften. Der Einsatz von Keyboards und gesampelten Klangbildern erfolgt dezent und effizient, was die Kompositionen alles in allem adäquat abrundet.

Insgesamt ist 'The Devourer' ein recht vielschichtiges Album geworden, welches zwei oder drei Gehördurchgänge benötigt, um richtig zu knallen. Dann aber richtig.

Rippenspieß

XXL WertungL

Tracklisting:

01. Re-Entering The Void
02. Between Innocence And Omnivores
03. Hunter And The Vermin
04. Race For The Grail
05. Stargazer
06. System Of Iniquity
07. Palace Of Dead Souls
08. Tiefenrausch
09. Through Asteroids And Cosmic Dust
10. Unbound The Prophecy
11. Vultures (Escape From Nadrog)
12. The Dark Companion

Celestial Grave - Secular flesh

Celestial Grave  Secular fleshLabel: Iron Bonehead

Spielzeit: 31:20 min.

Genre: Black Metal

Info: /

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Wie es sich für ein solch zauberhaftes Underground-Webzine wie XXL-Rock gehört, sind die Finnen von Celestial Grave selbstverständlich keine Unbekannten für uns, so gab es bereits Rezensionen ihres "Burial ground trance"-Demos (Hier!) und ihrer "Pvtrefactio"-EP (Hier!). Nun gibt es endlich den ersten Longplayer der Kollegen und für Freunde der Band kann ich beschwingt ausrufen, dass sich am Stil überhaupt nicht geändert hat. Das heisst, es gibt nach wie vor einen dreckig/räudigen Underground Black Metal auf die Ohren, der herrlich garstig und ätzend aus den Boxen schallt. Nichts für Schöngeister, aber für die gibt es ja genug andere Kapellen. Leider hat die fehlende Weiterentwicklung der Band auch beim Sound stattgefunden, bzw. eben nicht. Der bleibt auch auf "Secular flesh" etwas zu dünn (selbst für Underground Black Metal Verhältnisse!), was jetzt aber nicht so doll stört. Insgesamt also eine feine Sache für alle Gegner des Hochglanz-Mainstreams!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Lamentation 06:05
2. Secular Flesh 06:03
3. Gasping from Lips of Night 08:36
4. Calamitous Love 10:36

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