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Ripping Death: Tales of the Ripper

Ripping Death Tales of the Ripper TAPELabel: Iron Bonehead

Spielzeit: 13:01 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

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Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Das nenne ich mal Old School! Im Moment sind ja sehr viele, gerade junge, Death Metal Bands auf diesem Trip (was ich in den meisten Fällen auch sehr geil finde!), aber was "Ripping Death" hier abliefern, geht noch einen Schritt weiter zurück, als die meisten anderen Bands. Stellt Euch die Mucke vor, die Paul Speckmann in seinen frühen Anfangstagen gespielt hat mit einem Hauch ganz alte Obituary und Ihr habt einen ungefähren Eindruck, wie Ripping Death klingen, nämlich schweinegeil!

Nach drei extrem gelungenen Eigenkompositionen kommt dann mit "Rage war" noch eine coole Coverversion von "Cianide", die nicht nur den guten Geschmack des Trios dokumentiert, sondern sich auch nahtlos in den Sound der Band einfügt. Die spanisch/italienische Kollaboration (als Sänger und Bassist fungiert der Kollege R.R.Bastard, den man von Bands wie "Blasphemophager", "Bestial Evil" und Baühomet's Blood kennt!) startet ihre Karriere mit einer mehr als gelungenen EP, die auf ein baldiges komplettes Album hoffen lässt!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Midnight Terror
Night Ripper
Death Blow
Rage War (Cianide cover)

Dementia 13: Ways Of Enclosure

Dementia 13Label: Memento Mori

Spielzeit: 40:38 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: sm-metal-shop-shop

Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Filmkundigen Lesern sollte Francis Ford Coppola ein Begriff sein, der mit 'Apocalypse Now' oder 'Der Pate' definitiv Filmgeschichte geschrieben hat. Eines seiner frühen Werke ist der Horrorfilm 'Dementia 13' aus dem Jahr 1963, welches augenscheinlich Pate (haha!) stand...

Die seit Ende 2010 bestehende Formation Dementia 13 aus dem portugiesischen Oporto ist weniger eine komplette Band, sondern vielmehr das Projekt der Gitarristen Álvaro Fernandes und Marco Silva sowie des Bassisten Zé Pedro, welche zwei ihrer Interessen vereint sehen wollten: klassischen Death Metal und ältere Horrorfilme. 2013 veröffentlichte das Trio die EP 'Tales For The Carnivorous' und brachte passend zum Halloweenfest die vorliegende Scheibe heraus. Mit Ausnahme des Instrumentalstücks 'Halloween', welches lediglich, aber sehr gediegen die Titelmelodie des gleichnamigen Horrorklassikers von John Carpenter in Metal-Manier wiedergibt, wurde jeder der acht übrigen Tracks - einer davon ein weiteres Instrumental namens 'Nothing In The Dark' und daher die zweite Ausnahme - textlich von jeweils einem Grusel- oder Splatterfilm inspiriert und mit Samples aus dem entsprechenden Machwerk versehen, wobei die Streifen mehr als 20 Jahre auf dem Buckel haben und zumeist eher Fans ein Begriff sind (mir waren lediglich 'Return Of The Living Dead - Teil III', ' Demons', 'Nightmare City' und der bereits erwähnte 'Halloween' geläufig). Musikalisch orientiert man sich an diversen Klassikern des Todesbleis von illustren Vertretern wie Obituary, Six Feet Under, Death, Deicide, ältere Hypocrisy, Benediction und vor allem ganz, ganz viel Massacre. Hervorzuheben sind a) die Gastmusiker, allen voran Growler N. Lima sowie Schlagwerker Marcelo A., b) der sehr, sehr gute Sound (das russische Death Culture Studios (Mix) sowie das spanische Moontower Studios (Mastering) sowie c) das saucoole Cover von Mark Riddick.

Wer Death Metal ursprünglich, leidenschaftlich und mit einer gehörigen Portion Groove präferiert, wird mit diesem Album ganz bestimmt ne Menge Freude haben.

Kai Ellermann

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01.Beyond The Grave
02. Orgy Of Bloodshed
03. Room 36
04. They Never Found His Body
05. Only Whores Die Young
06. Halloween
07. Conceived In Violence
08. Nothing In The Dark
09. Dawn Of Chaos

Kosmokrator: To The Svmmit

Kosmokrator CoverLabel: Ván Records

Spielzeit: 29:09 Min.

Genre: Black/Death Metal

Info: /

Album kaufen: sm-metal-shop

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 15. Januar 2016

 

Es beginnt ausgesprochen sakral, das erste Lebenszeichen der belgischen Formation "Kosmokrator", die hier die Wiederveröffentlichung ihres Demos feiern. Dies erschien bereits im Jahre 2014 als streng limitierte Kassette und nun noch mal ganz frisch bei Ván Records. Doch schnell ist diese "Intro-Phase" vorbei und räudiger und dreckiger Black/Death Metal, hält bei den Kollegen Einzug.

Dieser bewegt sich vorwiegend im Midtempo-Bereich und klingt recht bösartig und rau, ist gleichzeitig aber dünn und verwaschen im Sound. Insgesamt ist das Gesamtergebnis aber nicht gut genug, um die schlechte Produktion auszugleichen. Von den drei Songs sind zwei einfach viel zu lang, bzw. enthalten einfach zu wenig Originelles, um mich über die Distanz von elf bis zwölf Minuten intensiv zu fesseln. Die Ansätze sind recht vielversprechend, aber nicht weit genug vom Durchschnitt entfernt, um sich in der oberen Liga festzusetzen.

Es fehlt hier und da noch das gewisse Etwas, aber das kann ja auch noch kommen, schauen wir mal, was die Zukunft noch so für die Band bringt. Für ein Demo ist das Ergebnis ganz in Ordnung, es lohnt sich auf jeden Fall, die Band mal im Auge zu behalten!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Ad alta, Ad astra 12:08
2. Adoration of He Who Is upon the Blackest of Thrones 05:25
3. Sermon of the Seven Svns 11:36

Necrosemen: Vglns (MC)

Necrosemen Vglns TAPELabel: Blood Harvest Records

Spielzeit: 19:55 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Aus der Schweiz kommt das Duo "Necrosemen", das mit vorliegender Kassette seine zweite Veröffentlichung präsentiert. (2013 gab es schon eine EP mit dem Namen "And all shall be smitten by fire")

Geboten wird uns dreckiger Underground Death Metal in einem räudigen (aber noch einigermaßen akzeptablem) Soundgewand. Die vier Songs bewegen sich zwischen amtlichem Gekloppe und Midtempo und wartet mit heftig/tiefen Growls auf. Nun, das machen sehr viele Bands, schaffen es "Necrosemen", sich irgendwie von der Masse abzusetzen? Sie können - und zwar mit der Atmosphäre! Die ist nämlich so richtig schön intensiv böse mit einem mystisch/okkulten Touch. Man meint beim Hören auf dem Weg zum nächsten Opfer-Ritual zu sein.

Schöne Sache, kurz und knackig, schön brutal mit lecker Atmosphäre, da kann man nicht meckern!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Vglns - Serpent ov Qvndalini 06:07
2. Kh(X)s - Satvrn Fraticidivm 05:27
3. Eskh†tos - End All Flesh 04:30
4. Necrosemen 03:51

Slægt: Beautiful And Damned

Slaegt coverLabel: Iron Bonehead

Spielzeit: 23:31 Min.

Genre: Blackened Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 22. Januar 2016

 

Nachdem die dänische Formation Slægt 2011 gegründet wurde, zockte man reinrassigen Black Metal und veröffentlichte ein Jahr später die Debüt-Demo, schlicht 'Demo' betitelt, sowie Anfang 2015 das Debüt-Album 'Ildsvanger'. Im November desselben Jahres erschien 'Beautiful And Damned' als Mini-CD im Digi-Pack-Format sowie auf Kassette und wird dieser Tage via Iron Bonehead in Form einer Mini-LP wiederveröffentlicht. Auf besagtem Output, dessen Produktion übrigens erste Sahne ist, vollzieht man eine Stiländerung, was wohl auch mit der Erweiterung der Besetzung zu tun hat. Geboten werden dreimal geschwärzter Death Metal á la Dissection oder Necrophobic, wobei insbesondere die Gitarrenarbeit lobend erwähnt werden sollte, welche man ansonsten eher vom klassischen Heavy Metal oder vielleicht noch von Arch Enemy gewohnt ist. Die Songs der Kopenhagener sind zwar überlang (zwischen knapp sieben und knapp acht Minuten), aber keinesfalls langweilig und trotz der epischen Gitarrenversatzstücke zu keiner Zeit wirklich nett oder handzahm, wozu nicht zuletzt auch das raue Gekeife des Sängers sorgt. Angenehme Sperrigkeit trifft auf musikalische Virtuosität sozusagen. Sehr großartig fiel auch das mit Akkustikgitarren eingespielte Interludium 'Church Of The Night' aus, so dass ich nicht anders kann als bei dieser Veröffentlichung die Höchstnote zu zücken. Die einzigen Dinge, welche mir so gar nicht zusagen, sind a) das äußerst klischeehafte, nicht gute Cover-Artwork sowie b) die viel zu kurze Spielzeit.
Wer weiß, was wir von dieser Band noch alles zu erwarten haben?

Kai Ellermann

XXL WertungXXL

Tracklisting:

01. Move In Chaos
02. Alshincheri
03. Church Of The Night
04. Beautiful And Damned

Affliction Gate: Dying Alone

Affliction Gate  Dying AloneLabel: Transcending Obscurity

Spielzeit: 17:20 Min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

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Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: 05. Januar 2016

 

Die französische Death-Metal-Walze Affliction Gate war mir bisher gar nicht geläufig, obschon die Jungs seit etwa einer Dekade existieren und bereits zwei EPs ('Severance (Dead to This World)' aus dem Jahre 2008 sowie das 2012 veröffentlichte 'Shattered Ante Mortem Illusions') und die 2009 herausgebrachte Full-Length 'Aeon of Nox (From Darkness Comes Liberation)' unters lechzende Volk brachten.

Nach dem allerersten Rezipieren der vorliegenden EP fiel mir zunächst der recht raue und unsaubere Sound auf - eine etwas klarere Produktion hätte dem Ganzen sicherlich gut getan, wobei man vor allem die Doublebass quasi nur erahnen kann. Musikalisch sind die vier Stücke des Scheibchens ganz klar dem Death Metal zuzuordnen. Man hört, dass die Herren nicht gerade wenig Bolt Thrower, vor allem was die Gitarrensoli und die Midtempo-Geschwindigkeit betreffen, gehört haben. Man darf aber nicht von einem Plagiat sprechen; dafür sind die Kompositionen zu eigenständig, zumal auch ein gewisser Einfluss schwedischer Todesblei-Kapellen wie Amon Amarth oder ältere Entombed auszumachen sind. Hin und wieder wird der Knüppel aus dem Sack geholt und im Uptempo gebolzt oder auch mal á la Asphyx die Bremse betätigt und dem Doomdeath gefrönt, was für genügend Abwechslung sorgt.
'Dying Alone' bietet viermal feinen Death Metal in einem eher mittelprächtigen Soundgewand.

Kai Ellermann

XXL WertungL

Tracklist:

01. Negative Lucidity
02. Devising Our Own Chains
03. Dying Alone
04. Manicheism Inertia

Inner Sanctum: Legions Awake

inner sactum neuLabel: Eigenproduktion

Spielzeit: 40:41 Min.

Genre: Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Nachdem das sehr dramatische und gleichzeitig atmosphärische orchestrale Intro, welches in all seiner Pracht nach epischem Fantasyfilm-Score á la Lord Of The Rings, The Scorpion King, Conan etc. klingt, den Hörer gut in Stimmung gebracht hat, gibt es 25 ziemlich räudige Grindcore-Fuhrwerke in knapp acht Minuten auf die ungewaschenen Lauscher, welche die Elfen, Insekten-Oberhäupter usw. bei Weitem schneller in die Flucht schlagen werden als Hessi James aus dem Badesalz-Hörspiel-Clip.

Verarscht! Nach dem wirklich gelungenen Vorspann erwarten uns auf dem Debüt 'Legions Awake' der indischen Extrem-Metaller keine unzähligen Grindcore-Eskapaden, sondern achtmal recht moderner und ausgesprochen gut (von Lasse Lammert/LSD Studios) produzierter Thrash Metal, wobei die Grenzen zum Death Metal immer wieder überschritten werden. Das Quintett aus Bangalore, welches seit 2007 existiert und mittlerweile zur Speerspitze der Extreme-Metal-Szene ihres Landes gehört, machte mit seiner 2009 veröffentlichten EP 'Provenance' bereits von sich reden, war in den Jahren zwischen beiden Outputs ganz bestimmt nicht faul und hat in den Fächern Komposition, Technik und Dynamik noch einmal kräftig zugelegt. Shouter Gaurav Basu macht einen ziemlich guten Job und ist auch verantwortlich für das ausgesprochen sphärische Artwork des Booklets.

Wer die heutigen Outputs von Sepultura, Testament, Fear Factory etc. liebt, wird auch diese Scheibe definitiv zu schätzen wissen.

Anspieltipps: das groovige 'Existence Denied', auf dem James Murphy, Chrisopher Amott und Daniel Mongrain als Gastmusiker ihre Gitarren quälen dürfen.

Kai Ellermann

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. Incipiens
02. Wake Of Destruction
03. Reflections Of The Past
04. Realms Of Oblivion
05. Legions Awake
06. Tainted Soils
07. March Of The Wounded
08. Existence Denied
09. Guardian

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