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Heads For The Dead - Serpent's Curse

heads for the deadxxlLabel: Transcending Obscurity Records

Spielzeit: 36:13 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 24. September

Der Schwede Jonny Pettersson ist ein recht umtriebiges Kerlchen, feiert er doch gleichzeitig auf mehreren Hochzeiten (will heißen: hat gleich mehrere Bands und Projekte wie Henry Kane, Pale King, Wombbath usw. am Start). Mit Heads For The Deads Debütalbum 'Serpent's Curse', welches in Kürze erscheint, frönt er gleich mehrere Spielarten des Todesbleis und wird dabei von Ralf Hauber (Revel in Flesh) am Mikro sowie Erik Bevenrud (Down Among The Dead) an der Schießbude unterstützt. Mit dem Erwerb dieser Scheibe tätigt der Käufer eine gutklassige Veröffentlichung, die viele gute und ein paar herausragende Tracks (so das nach Abhorrence/ alten Amorphis klingende 'The Awakening') aufweist.

Fazit: Wer seinen Death Metal heterogener mag, wird mit dem Kauf dieses Silberlings sicherlich keinen Fehlgriff tätigen.

Rippenspieß

XXL WertungL

Tracklisting:

01. Serpents Curse
02. Head For The Dead
03. Deep Below
04. Post Mortem Suffering
05. The Awakening
06. Death Calls
07. Of Wrath And Vengeance
08. Gatecreeper - Into The Great Beyond
09. Return To The Fathomless Darkness
10. In Darkness You Feel No Regrets

Ahnenkult - Als das Licht verging

Ahnenkult   Als das Licht verging xxlLabel: Einheit Produktionen

Spielzeit: 43:18 min.

Genre: Pagan Metal

Hörprobe: Youtube

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: 26. Oktober 2018

Ach, der Pagan Black Metal... Erst vor kurzem, bei der Kritik zum neuen Insignium-Album (Review hier!), habe ich mich darüber ausgelassen, wie viel Schrott in diesem Subgenre unterwegs ist und erwähntes Album hatte mich ja auch nicht wirklich begeistert. Und dann kommen via Einheit Produktionen zwei weitere Bands anmarschiert, die mit Ahnenkult und Ahnengrab auch noch recht eindeutige Namen tragen (ich habe das Wort "kitschig" bewusst vermieden!!). Aber wir haben ja keine Vorurteile bei XXL-Rock und so habe ich mutig "Als das Licht verging" von Ahnenkult angeschmissen.... und siehe da: Es geht doch! Ok, der Name und auch die Texte sind voll Klischee, aber das ist völlig ok. Ich meine wir sprechen hier von "Pagan", da kann man keine Texte über mutierte Alien-Zombies schreiben! Hauptsache man hat sich vernünftig Gedanken gemacht und liefert keinen peinlichen Scheiß ab. Diese Hürde haben die Jungs von Ahnengrab schon mal locker genommen und können mit ihren lyrischen Ergüssen überzeugen. Kommen wir also zur Musik. Auch hier machen die Kollegen aus Freiburg sehr vieles sehr richtig. Die Songs sind abwechslungsreich inszeniert, biedern sich zu keiner Zeit dem Genre-Mainstream an und sind oft gar ordentlich brutal. Tempotechnisch spielt sich so gut wie alles im Midtempo-Bereich ab, was zwar auch irgendwie typisch für die Pagan-Szene ist, aber hier funktioniert es halt! Langweile kommt bei diesem Album überhaupt nicht auf, ganz im Gegenteil, es hält die Spannung bis zum Schluss und erfreut mit intelligentem Pagan Black Metal, der trotzdem viel Herz hat und zeigt, dass man auch in einem ziemlich ausgelutschten Genre immer noch Qualität abliefern kann, wenn man mutig genug ist, mal eigene Wege zu gehen, auch wenn man damit beim Mainstream/Schnukel/Pagan-Fan vielleicht nicht ganz so gut ankommt. Mir gefällt "Als das Licht verging" richtig gut - und darauf könnt Ihr Hoschis Euch was einbilden, denn bei "Pagan" bin ich schon besonders streng. Gut gemacht!!!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Konstellation
2. Vinland
3. Sol Invictus
4. Flux Temporis
5. Sternenstaub
6. Gezeiten
7. Stella Polaris

Ahnengrab - Schattensein

ahnengrabLabel: Einheit Produktionen

Spielzeit: 57:58 min.

Genre: Melodic (Pagan) Death Metal

Hörprobe: Youtube

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: 26. Oktober 2018

Pagan, die zweite! Nach dem richtig guten Album von Ahnenkult kommt hier die nächste Pagan-Kapelle aus dem Hause Einheit. Wobei der Begriff "Pagan" hier sehr großzügig benutzt werden muss, denn musikalisch hat der Spaß (meiner Meinung nach!) nichts mit Pagan zu tun. Vielmehr erklingt hier melodischer Death Metal, der sich sicherlich auf der lyrischen Seite mit den genretypischen Themen beschäftigt (soweit man die Texte verstehen kann!), aber darüber hinaus finde ich nix. Ich bin mir sicher, dass ein Hörer, der kein Deutsch versteht (also auch mit Bandnamen und Albumtitel nichts anfangen kann!), nie auf die Idee kommen würde, dass man ihm Pagan-Kost vorgesetzt hat. Ist das nun gut oder schlecht? Wo fängt "Pagan" an und wo hört es auf? Genügen nur die Texte, oder muss auch die Musik stimmen? Keine Ahnung, eine ähnliche Diskussion gibt es auch beim Black Metal. Hier sollte jeder für sich selber entscheiden und vielleicht erstmal in "Schattensein" reinhören. Für mich ist das Album ein solide gemachtes Melodic Death Werk geworden, das mit Pagan-Texten glänzen kann und einen kleinen Hauch Pagan-Elemente mit sich führt (so kommt zu, Beispiel auch mal Klargesang im "Viking-Stil" vor!). Kann man sich anhören.
PS: Wow, acht Mal das "P"-Wort in einer Kritik - persönlicher Rekord!!!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Trackliste:

1. Aurora
2. Katharsis
3. K-37c
4. Phoenicis
5. Rad der Zeit
6. Herbstbeginn
7. Urknall
8. Des Weltenend‘ Melancholie
9. ...When Paths Separate
10. Sternenmeer

Zero Down - Larger Than Death

zero downLabel: Minotauro Records

Spielzeit: 35:39 min.

Genre: Heavy Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Manchmal wundert man sich schon, wie sich manche Bands jahrelang halten können! Zero Down aus Seattle gibt es jetzt schon 16 Jahre, "Larger than death" ist deren fünfter Longplayer - und das Teil ist totaler Schrott!! Wer hört sich so was freiwillig an, denn ein paar Fans müssen die Kollegen ja haben? Oder wer kauft sonst ihre Tonträger? Naja, Fakt ist, dass hier völlig belangloser, weil extrem uninspirierter und talentloser Heavy Metal verbrochen wird, der sich hier und da an der NWoBHM oder auch am Glamrock vergreift, was eigentlich gesetzlich verboten werden sollte. Wäre "Larger than death" ein Film, würde er auf Tele 5 in der "SchleFaz"-Reihe laufen. Finger weg, das Scheibchen ist Verschwendung von Zeit, Geld und Rohstoffen!

Christian Hemmer

XXL WertungS

Tracklist:

1. High Priestess 03:55
2. Mean Machine 03:33
3. Lightening Rod 03:20
4. Racoon City 04:56
5. Curandera 03:22
6. Western Movies 03:18
7. Preacher Killer 03:26
8. Lone Wolf 04:15
9. Larger than Death 00:45
10. Horns 05:05

Aborted - Terrorvision

abroted 2019Label: Century Media Records 

Spielzeit: 45:06 min.

Genre: Death Metal

Hörprobe: Youtube

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: 21. September 2018

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum ich Aborted aus dem benachbarten Belgien gedanklich stets in die Brutal-Death-Metal-Ecke eingeordnet habe. Die Jungs aus Belgien sind ja nun auch schon eine ganze Weile dabei (seit 1995); 'Terrorvision' stellt allerdings die erste Platte des Quintetts dar, in die ich vollständig reingehört habe.

Gut, Blümchensexmusik geht anders: Das Quintett um Gründungsmitglied Sven "Svencho" de Caluwé holzt durchaus heftig nach vorne los und kann es an Brutalität und auch technischer Versiertheit locker mit diversen Brutal-Death- und Technical-Death-Metal-Bands aufnehmen; somit ist die scheinbar falsche Einordnung meinerseits nicht gänzlich unbegründet. Allerdings gibt es dann hier und da immer wieder diese netten kleinen Melodien und andere Spielereien, die den brettharten Sound immer und immer wieder aufzulockern vermögen und die Songs gewaltig aufwerten, sich aber erst nach ein paar Hördurchläufen im Ohr und Hirn festsetzen; häufiger 'reinhören ist also erste Bürgerpflicht, Genossen! Jedenfalls macht die Mucke verdammt viel Spaß, da sie entsprechend kurzweilig und vielschichtig ausfällt - und hat mit 45 Minuten genau die richtige Länge für eine 90-Minuten-Kassettenseite (im wahrsten Sinne alte Hasen verstehen, worauf ich hinaus will).

Memo an mich: In Zukunft mehr Aborted hören.

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Lasciate Ogne Speranza
02. TerrorVision
03. Farewell To The Flesh
04. Vespertine Decay
05. Squalor Opera
06. Visceral Despondency
07. Deep Red
08. Exquisite Covinous Drama
09. Altro Inferno
10. A Whore d'Oeuvre Macabre
11. The Final Absolution

Throneum - The tight deathrope act over Rubicon

throneum xxlLabel: Hells Headbangers

Spielzeit: 39:50 min.

Genre: Black/Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Throneum gehören definitiv zu einer meiner absoluten Lieblingsbands aus unserem Nachbarland Polen. Schon seit 18 Jahren beehren uns die Kollegen mit knüppelhartem und bitterbösem Black/Death Metal der Güteklasse A, haben aber leider nie den Ruhm ernten können, der ihnen meiner Meinung nach zustehen würde. Das ist schade und volle Kanne ungerecht, aber die Band schert sich einen Dreck darum und macht das, was sie am Besten kann: Schweinegeile Musik einprügeln und auf die wehrlose Menschheit loslassen! "The tight deathrope act over Rubicon" ist nun schon das neunte Album der Polen (begleitet von so einigen EPs, Splits u.ä.) und wer die Formation kennt und liebt, dem kann ich sicherlich mit der Tatsache beglücken, dass sich auch anno 2018 nichts an der musikalischen Marschrichtung geändert hat! Brutal, aggressiv, technisch einwandfrei - so entfesselt das Trio die Hölle auf Erden. Ein verdammt geiles Album, ein Leckerbissen für alle, die auf extreme Musik stehen!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. CROSSING THE DEAD RIVER
2. THE TIGHT DEATHROPE ACT OVER RUBICON
3. ENOCHIAN LEXICON
4. ENOCHIAN LEXICON II
5. ENOCHIAN LEXICON III
6. ENOCHIAN LEXICON IV
7. THE BIBLICAL SERPENT - THE MASTER OF MISFORTUNE
8. TO-MEGA-THERION
9. PRIMAL WORDS. ORPHIC

Sepulcher - Panoptic Horror

SepulcherxxlLabel: Edged Circle Productions

Spielzeit: 39:50 min.

Genre: Thrash Metal etc.

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Ich muss mich 'mal ein wenig auskotzen über jene Individuen, die ständig behaupten, seit wahlweise 1978, 1986, 1992 oder 2017 sei im Metal-Bereich alles gesagt, was gesagt werden könne. Eben jene Leute, die wahlweise 'Black Sabbath', 'Kill 'em All', 'Reign In Blood', 'Anthems To The Welkin At Dusk', 'Nevermind' oder was-auch-immer als DIE definitive Veröffentlichung feiern, die einem aber schlicht und ergreifend verbietet, weiterhin neue Musik zu konsumieren, was somit auch meinen Job als Tonträger-Rezensent als reichlich obsolet darstehen lässt. Was gerade im Metal-Bereich für Entwicklungen auszumachen sind, ist spannender als so mancher Thriller. Metal ist noch lange nicht tot und wird es auch in 50 Jahren nicht sein.

Die Norweger Sepulcher sind ein gutes Beispiel für eine Band, welche altbekannte Elemente vermischt und dadurch etwas Neues, Eigenständiges erschafft. Man stelle sich einen räudigen Mix aus Slayer zu 'Hell Awaits'-Tagen und Proto-Death-Metal à la Possessed vor, dem nach Belieben Versatzstücke aus Crustcore, Black Metal, Gothic Rock. Melodeath sowie wütendem Punk Rock beigemengt wurden. Der Sound ist rau und klingt beim erstmaligen Hören ein wenig nach Proberaum, passt aber erstaunlich gut zur Mucke der jungen Norweger, die mit 'Panoptic Horror' nach der Bandgründung 2013 bereits ihren zweiten Longplayer präsentieren. Sechs der sieben Stücke sprengen locker die 5-Minuten-Marke, ohne dabei langweilig oder repetetiv zu klingen, obschon das Schlagzeug zumeist straight nach vorne rumpelt und selten Nuancen setzt. Dafür ist der hysterische, sich ständig überschlagende Schreigesang des Sängers, der vor Wut und Weltschmerz vermutlich an ganz fiesen Magengeschwüren leidet, wahrlich herrlich. Insgesamt eine kuriose Ansammlung von coolen Songs, die 40 Minuten lang allerbestens unterhalten und auch nach dem drölfzigsten Anhören nicht langweilen.

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Corporeal Vessels
02. Towards An Earthly Rapture
03. Corrupting The Cosmos
04. Ethereal Doom
05. Abyssal Horror
06. Scourge Of Emptiness
07. Haunting The Spheres

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