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Darkthrone - Old Star

darktrone oldstarLabel: Peaceville 

Spielzeit: 38:10 min.

Genre: Old School Black/Thrash

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Eigentlich bin ich ja einer der Ersten, der laut "UM GOTTES WILLEN!!!" schreit, wenn eine Band es wagt, ihren Stil zu verändern (irgendwo muss ja jeder ein bisserl konservativ sein...). Eine der wenigen Ausnahmen sind hierbei Darkthrone, die ja von "Soulside journey" bis heute schon so einige Wendungen vorgenommen haben. Was allerdings nicht automatisch bedeutet, dass ich jedes Album so richtig dufte finde. Denn das neue Werk namens "Old Star" kann bei mir nicht so wirklich punkten. Was ist denn da los? Die sechs Songs sind nämlich ziemlich dröge und in vielen Fällen auch einfach zu lang, um die Spannung konstant aufrecht zu erhalten und somit krass zu begeistern. Ich habe beim Hören der Platte fast den Eindruck, als hätten die Jungs so eine Art "wir müssen halt mal wieder irgendwas veröffentlichen"-Album zusammengeschustert haben. Wobei mir nicht sicher bin, ob man einfach nicht so richtig Bock drauf hatte, oder welche Gründe es sonst geben könnte, dass "Old Star" so klingt, als würde man mit angezogener Handbremse unterwegs sein. Ist jetzt kein absoluter Rohrkrepierer, dafür ist allein der Gesang von Herrn Skjellum viel zu geil, aber ich bin schon ein wenig enttäuscht (auch wenn nicht annähernd so doll, wie beim neuen Enthroned-Album...), denn man ist von Darkthrone viel besseres gewohnt. Echt schade!!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

I Muffle Your Inner Choir
The Hardship Of The Scots
Old Star
Alp Man
Duke Of Gloat
The Key Is Inside The Wall

Spiker - Heavy Metal Macht

Spiker  Heavy Metal MachtLabel: Dying Victims Productions

Spielzeit: 22:12 min.

Genre: Hard Rock/Heavy Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Nach ihrem "Saufen an der Meile"-Demo (Dying Victim Prod. - 2017) legen die Jungs aus Essen mit einer neuen EP nach. Musikalisch geht der Spaß voll in Ordnung: Solider Hard Rock, oft an der Grenze zum Heavy Metal - ein typischer Fall von Mucke, die live immer noch dreimal besser klingt als auf Platte. Die Texte sind auf deutsch und jetzt nicht ganz so meine Baustelle, aber auf jeden Fall weit weg von irgendwelchen Deutschrock-Klischee-Themen (Freiheit, Kameradschaft, Wir allein gegen alle anderen... usw.!), was ich durchaus begrüße! So weit, so gut, doch leider kommt da noch der Gesang... Und hier hört mein Wohlwollen dann leider auf, denn dieser kann mich wirklich überhaupt nicht überzeugen. Dass Sänger Julian nicht alle Töne so genau trifft kann man vielleicht noch gerade so verschmerzen, doch auch sein Stil klingt eher nach Deutschpunk als nach Heavy Metal und das passt meiner Meinung nach so gar nicht zur Musik. Sehr schade, denn der Enthusiasmus und die Spielfreude der Band sind deutlich spürbar, aber meinen Geschmack trifft das halt nicht mit der vollen Breitseite. Hört am Besten selber mal rein!

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. Heavy Metal Macht 04:13
2. Teufelskreis 05:07
3. Der Rock der es bringt 04:53
4. Kommando 04:44
5. Rockmanie 03:15

Rogga Johansson - Entrance To The Otherwhere

ROGGA JOHANSSON Label: Transcending Obscurity Records

Spielzeit: 33:06 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 19. Juli 2019

Rogga Johansson ist für mich so ein bisschen der Ron Jeremy Hyatt des Death Metals: umtriebig, derzeit nahezu omnipräsent und vor allem oldschool as fuck... Für manche(n) mag sein Schaffen geradezu inflationär erscheinen und aus diesem Grund Gegenstand zahlreicher Witze sein - Potenzial ist da sicherlich mehr als vorhanden -, doch einen Kult- oder Legendenstatus darf man ihm mittlerweile dennoch nicht absprechen. Der Mann tut halt genau das, worauf er Bock hat und was ihm liegt: so häufig wie nur möglich dem Death Metal zu huldigen.

Auf 'Entrance To The Otherwhere' hat Rogga auf etwas mehr als 33 Minuten demnächst neun Todesblei-Stücke am Start, welches jedes für sich voll und ganz zu überzeugen weiß. Im Vorfeld war ich ja tatsächlich ein wenig skeptisch, da der fleißige Schwede bis auf die Drums, welche The-Grotesquery-Kollege Brynjar Helgetun eingetrümmert hat, sämtliche Instrumente einspielte, den Gesang übernahm und zudem alle Texte schrieb, aber hey, da war ich wohl doch ein wenig vorschnell, denn die Scheibe knallt von vorne bis hinten und macht wirklich eine ganze Menge Spaß. Herr Johansson macht hier verdammt viel richtig und beweist mal wieder, dass er beispielsweise keine mittlerweile abgehalfterten Vokalisten wie Paule Speckmann oder Kam Lee ins Boot holen muss, um feinsten Death Metal zu produzieren. Beide Daumen nach oben!

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklist:

01. The Re-Emergers
02. Till bergets puls
03. When The Otherwhere Opens
04. Giants Walking At Night
05. As Evil Seeps Out
06. Berget vaknar
07. Entrance To The Otherwhere
08. A Journey Into Fear
09. In The Grip Of Garpedans

Crom Dubh - Firebrands and ashes

Crom Dubh  Firebrands and ashes Label: Ván Records

Spielzeit: 43:11 min.

Genre: Melodischer Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Obwohl die Herren von Crom Dubh schon seit 2003 zusammen musizieren, habe ich von der englischen Formation bislang noch nie etwas gehört, wobei sie auch jetzt nicht wirklich viel in den 16 Jahren ihres Bestehens veröffentlicht haben. Ob ich da viel verpasst habe? Nun gemessen an ihrem neuen Longplayer "Firebrands and ashes" wohl nicht unbedingt. Die Musiker vermischen ihren Black Metal mit allerlei Melodien und Versatzstücken aus der Pagan und Epic-Ecke, was an sich ja gar nicht mal so schlecht ist. Trotzdem will sich das Album nicht so wirklich bei mir durchsetzen. Zu beliebig und unspektakulär plätschert die knappe Dreiviertelstunde an mir vorbei und hinterlässt nur wenig mehr als ein "naja, ganz ok" bei mir. Die Songs sind soweit recht nett (eigentlich ja schon ein verbales Todesurteil für 'ne Black Metal Platte...), mehr aber auch nicht. Das reicht natürlich mitnichten, um ganz vorne mitzuspielen und bei der enormen Masse an Veröffentlichungen heutzutage muss man einfach mehr anbieten. Leider habe ich für die Band heute kein Foto...

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

Boreal
Firebrands and Ashes
Last Dust
Ram in a Thicket
Burning
Astride the Grave
Endless Night

Sinners Bleed - Absolution

sinnersbleedLabel: War Anthem Records

Spielzeit: 37:14 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Guck mal einer an, die Jungs gibt es auch wieder! Lange war es verdammt ruhig um die Herren aus Berlin, so wurde ihr letztes Album "From womb to tomb" doch vor geschlagenen sechzehn (!!) Jahren veröffentlicht. Ist aber im Metal ein weniger großes Problem, es wird sicher ein paar Szene-Maniacs geben, die jetzt laut jubeln. Dazu gehöre ich (noch) nicht, denn mir ist das erwähnte Debüt der Kollegen leider unbekannt. Was mich aber mitnichten daran hindert, zum vorliegenden Werk meinen Senf abzugeben. Der Hörer trifft hier auf sehr schön brutalen technischen Death Metal, der keine Scheu hat, auch in die Richtungen Melodie und Groove über den Tellerrand zu gucken. Was mir besonders gefällt, ist die gelungene Balance zwischen technischer Raffinesse und leckerer Aggression - beides findet seinen Platz, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Damit sollte "Absolution" für ein breit gefächertes Death Metal Publikum interessant sein. Auf jeden Fall ein gelungenes Comeback!!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Intro (1:05)
2. Age Of The Crow (5:18)
3. Gleaming Black (3:26)
4. The Second Being (4:23)
5. Devouring Hatred (3:01)
6. Behind The Veil (3:36)
7. Dawn Of Infinity (4:26)
8. Absolution (2:52)
9. Obedience (4:34)
10. Jesus' Delusion Army (4:34)

Enthroned - Cold Black Suns

enthroned2019Label: Season of Mist

Spielzeit: 52:40 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Was habe ich mich mit dieser Kritik schwer getan... Kennt Ihr das, wenn eine von Euch heissgeliebte Band nicht nur ein schwächeres, sondern ein verdammt beschissenes Album abliefert und Ihr das so gar nicht wahrhaben wollt, sondern verzweifelt versucht, doch noch irgendwas Gutes aus der Sache herauszuholen (was aber zum Verrecken nicht gelingt!)? So ging es mir mit dem neuem Output von den Belgiern Enthroned. Scheiße, was war diese Band mal geil: Mit rasendem Black Metal, ohne jeglichen Firlefanz und Tralala, haben uns die Kollegen doch so manch schöne Stunde bereitet. Das ist scheinbar endgültig vorbei. Schon die Vorgänger-Platte "Sovereigns" war meines Erachtens ein Schritt in die falsche Richtung, so geht man auf "Cold Black Suns" diesen noch ein ganzes Stück weiter und verliert dadurch seine musikalische Identität. Nun orientiert man sich deutlich an einem bombastisch/atmosphärischen Black Metal - hat also eindeutig zuviel Behemoth oder Rotting Christ gehört. Nur dass die beiden Kapellen diesem Umschwung zu mehr Pomp und Pathos nachvollziehbar und qualitativ extrem hochwertig hinbekommen haben - Enthroned leider nicht. Ich bin verdammt enttäuscht...

Christian Hemmer:

XXL WertungM

Tracklist:

01. Ophiusa (03:42)
02. Hosanna Satana (02:16)
03. Oneiros (06:26)
04. Vapula Omega (04:55)
05. Silent Redemption (06:07)
06. Aghoria (04:14)
07. Beyond Humane Greed (05:01)
08. Smoking Mirror (07:07)
09. Son of Man (09:08)

Abbath - Outstrider

abbath2019Label: Season of Mist

Spielzeit: 35:11 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Irgendwie scheint es ja im Moment in Mode zu sein, den Herrn Abbath zu kritisieren, bzw. ihn als leicht debil darzustellen - nich mit mich!! Der Mann hat schliesslich Black Metal Geschichte geschrieben, da sollte man ihm schon mit ein bisschen mehr Respekt entgegenkommen. Soviel dazu, jetzt zu seinem neuen Album. Hier wird dem Hörer genau das geboten, was man auch erwartet hat - quasi eine direkte Fortsetzung seines Solo-Debüts. Ich bezeichne die Mucke des Norwegers ja gerne als "Motörhead-Black Metal", denn auch auf "Outstrider" wird der Black Metal mit Elementen des traditionellen Heavy Metals ordentlich aufgepimpt. Das Ganze hat eine mörderisch coole Atmosphäre und hat seine allerbesten Momente, wenn im Midtempo alles niedergewalzt wird - so wie zum Beispiel beim grandiosen Titeltrack. Die unverwechselbare Stimme vom Abbath rundet die starken Songs hervorragend ab und hinterlässt einen rundum gelungenen Gesamteindruck. Mir gefällt's ausgezeichnet!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Calm in Ire (Of Hurricane) (04:32)
2. Bridge of Spasms (03:49)
3. The Artifex (04:09)
4. Harvest Pyre (04:12)
5. Land of Khem (04:08)
6. Outstrider (05:39)
7. Scythewinder (04:17)
8. Hecate (04:25)
9. Pace till Death (BATHORY cover) (03:41)

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