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Darkmoon Warrior: Angels of dirt - Beasts of rebellion

Darkmoon Warrior  Angels of dirt   Beasts of rebellionLabel: Folter Records

Spielzeit: 45:04 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook 

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Darkmoon Warrior ist wieder einmal ein schönes Beispiel für eine Band, die schon seit Ewigkeiten in der Black Metal Szene unterwegs ist (genau seit 1996!!), seitdem nur geiles Zeug abliefert - und keine Sau scheint dies zu bemerken! Ich hoffe sehr, dass dies nun endlich ein Ende haben wird, verdient hat es die Band auf jeden Fall!! Das letzte Album "Nuke 'em all" (W.T.C. Productions) ist jetzt auch schon sechs Jahre alt und dass man im Februar eine rein digitale 3-Track-EP ("Destroy the planet") veröffentlicht hat, dürften ebenfalls die wenigsten Leute bemerkt haben. (Die popeligen 2,99€, die man auf Bandcamp von Euch dafür haben möchte, sind übrigens verdammt gut angelegt!!!). Aber nun ist man bei Folter Records untergekommen und liefert mit "Angels of dirt - Beasts of rebellion" ein derart starkes Werk ab, dass einem weltweiten Durchbruch eigentlich nichts mehr im Wege stehen sollte. Im Ernst, schon mit dem grandiosen Opener "Thermonuclear Predator" (was für ein geiler Titel!!) knüppeln die Kollegen mit einer unglaublichen Brutalität und Intensität einfach alles nieder! Und dieses hohe Niveau wird von den folgenden Songs locker gehalten. Zumeist rasend schnell und trotzdem majestätisch präsentiert man sich, zeigt aber auch (so zum Beispiel beim Song "Into my crimson realms"!), dass man ebenfalls im Midtempo-Bereich Akzente setzen kann und auch keine Angst vor großartigen Melodien hat. Als Höhepunkt und gleichzeitig glorreichem Abschluss gibt der Titelsong gegen Ende der Platte nochmal alles und hinterlässt nichts als verbrannte Erde und blutige Ohren! Kurz gesagt: Dieses Album ist einfach nur grandios! Facettenreich, ohne auch nur eine Sekunde seine musikalischen Wurzeln zu verlieren, ordentlich aggressiv und als Sahnehäubchen mit einem erstklassigen Sound versehen - hier gibt es einfach nichts zu nörgeln! Ich bin schwer begeistert und die Scheibe bekommt von mir die Höchstnote - alles andere wäre Blasphemie! Übrigens: Das gute Stück soll im Oktober auch als Vinyl herauskommen!

Christian Hemmer

XXL WertungXXL

Tracklist:

1. Thermonuclear Predator
2. Coração Sinistro
3. XX.XV.XX.
4. Into Thy Crimson Realms
5. Blackmetal Anarchy
6. Svjatogor
7. Brenne für mich
8. Angels of Dirt & Beasts of Rebellion

Necrotted - Die for something worthwhile

Necrotted  Die for something worthwhileLabel: Raging Nemesis Records

Spielzeit: 13:06 Min.

Genre: Death Metal/Deathcore

Info: Facebook 

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Gute zwei Jahre ist es nun her, dass uns die Jungs von Necrotted mit ihrem "Worldwide warfare"-Album beehrt haben (Review hier!). Damit wir uns alle keine Sorgen machen, die Band könnte vielleicht das Zeitliche gesegnet haben, bekommen wir 13 Minuten lang die Birne mit einer fröhlichen neuen EP freigeprügelt! Und Freunde der Kapelle wird es freuen zu hören, dass man in Punkto Sound immer noch die gleiche Schiene fährt: Nämlich modernen Death Metal mit einem guten Hauch Deathcore zu verschmelzen. Das knallt natürlich ordentlich und da es keinerlei Besetzungswechsel gegeben hat, verwundert es auch nicht sonderlich, dass sich der ganze Spaß sehr homogen und gut aufeinander abgestimmt präsentiert. Und auch wenn meiner Meinung nach der Deathcore-Anteil ein wenig abgenommen hat, ist mir das Ganze immer noch zu "modern", um mich total vom Hocker zu fegen. Aber das ist eine Frage des Geschmacks, denn rein qualitativ gibt es an der akustischen Klopperei überhaupt nichts auszusetzen und Freunde dieses Sound kommen hier definitiv voll auf ihre Kosten, auch wenn die Spielzeit doch ein wenig knapp ausgefallen ist. Aber vielleicht kommt ja da bald ein weiterer (dann vierter) Longplayer!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

1. Die For Something Worthwile (Video zu YouTube)
2. Eudaimonia
3. Six Feet Deep, No Party Too Steep
4. Weltschmerz

Kudlaakh - Kudlaakh

Kudlaakh  KudlaakhLabel: Black Gangrene Productions

Spielzeit: 32:41 Min.

Genre: Raw Black Metal

Hörprobe: Soundcloud

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Ursprünglich bereits im letzten Jahr als Kassette und LP erschienen, wurde das Debüt dieser amerikanischen Formation vom portugiesischen Label Black Gangrene Productions nun auch als CD veröffentlicht. Nach einem recht überflüssigen Intro geht es nach knapp zweieinhalb Minuten dann so richtig los, und zwar mit ultrabrutalem Raw Black Metal, quasi frisch aus der Gruft. Erinnert mich stark an meine besonderen Freunde von Pa Vesh En, auch wenn die Amis was die Qualität der Songs angeht, hier nicht ganz mithalten können. Das tun sie aber beim Sound, denn der ist unglaublich beschissen! Klar, gehört das irgendwie zu diesem Subgenre, aber dass es nicht schaden kann, auch bei fürchterlich extremer Mucke eine nicht ganz so dünne und matschige Produktion aufzufahren, haben die Kollegen von Kapala mit ihrem aktuellen Werk (Review hier!) ja eindrucksvoll bewiesen. Schade, denn eigentlich ist der Band das Album ansonsten ganz gut gelungen. Freunde dieses Krachs sollten aber trotzdem mal ein Ohr riskieren...

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

Side A
1. Intro
2. In the Shadow of Their Living World
3. Throne of Immature Remains
Side B
4. The Agonizing Trance
5. Glare in the Distant Abyss
6. A Dim Flame Burns Again

Aiwīgaz Undergangaz + Múspellzheimr - Split

aiwigazLabel: Lunar Apparitions Records (CD) + Amor Fati Productions (10")

Spielzeit: 19:55 Min.

Genre: Black Metal

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: bereits erschienen

Auf dieser Split wird uns zweimal dänischer Black Metal aus dem allertiefsten Underground dargeboten. Den Anfang machen Aiwīgaz Undergangaz, die uns mit ihrem unbetitelten Song über zehn Minuten lang eine Art leicht melodisch (dennoch sehr grimmig) angehauchten Black Metal präsentieren, der gar nicht mal schlecht klingt. Die wohl noch recht junge Formation (Informationen gibt es über sie keine) schafft es zwar noch nicht so ganz, die doch recht lange Spielzeit von Anfang bis Ende spannend zu gestalten, aber für den Anfang finde ich das Ganze doch mehr als ordentlich. Die Kollegen von Múspellzheimr starten erheblich ungestümer in ihren Song (der wohl ebenfalls keinen Titel hat...), entwickeln aber im Laufe der Zeit (auch hier finden wir eine Spielzeit von fast neun Minuten!) einen ähnlichen Sound wie ihre Landsleute. Auch hier sind die Ansätze durchaus vielversprechend, haben aber ebenfalls noch Luft nach oben. Von ihnen werden wir in naher Zukunft übrigens noch mehr hören, so gibt es Anfang September eine Demo-Compilation-CD und eine Wiederveröffentlichung ihres "Raukn"-Albums von 2018 (damals in Eigenregie nur auf Kassette herausgebracht!). Aber zurück zur Split: Die gefällt mir recht gut, die Bands sind deutlich um einen eigenen Stil bemüht, haben diesen aber noch nicht 100%ig gefunden, trotzdem klingen sie jetzt schon besser als so manch andere Kapelle, da werden wir mal schauen, was die Zukunft noch so bringt...

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

Side A
1. Aiwīgaz Unðergangaz - Untitled 10:26
Side B
2. Múspellzheimr - Untitled 08:56

Denial of God - The shapeless mass

denial of god2019Label: Osmose (MLP) + Hells Headbangers (CD)

Spielzeit: 25:44 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook 

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Sieben Jahre nach ihrer letzten Veröffentlichung ("Death and the beyond" - Hells Headbangers (2012)) werden die dänischen Black Metal Urgesteine von Denial of God (seit 1991 in der Szene unterwegs!!) im Oktober endlich einen neuen Longplayer an den Start bringen. Vorher gibt es schon mal einen kleinen Appetithappen in Form dieser fröhlichen EP. Darauf finden wir zwar nur einen neuen Song ("The shapeless mass"), aber der hat es in sich. Über neun Minuten lang zelebriert man grimmigen, zeitlosen Midtempo Black Metal in der von der Band gewohnten Qualität. Okkult, dreckig und sehr ursprünglich - die Dänen zeigen eindrucksvoll, dass sie es immer noch können, wobei ich auch nichts anderes erwartet hatte. Auf diesen Vorgeschmack auf's kommende Werk folgt mit 'The statues are watching" eine Neueinspielung eines alten Songs (von 1995), die für Fans der Band jetzt nicht sonderlich interessant sein dürfte. Cooler sind da schon die beiden Coverversionen, wobei "Mama Loi, Papa Loi" schon recht ungewöhnlich ist, handelt es sich bei Exhuma doch um einen Musiker von den Bahamas (richtiger Name: McFarlane Anthony McKay), der mit seiner durch karibische Folkmusik inspirierte Musik bekannt wurde. Der Song aus dem Jahre 1970 stammt von seinem ersten Album "Exhuma". Inhaltlich geht es um Zombies (Voodoo lässt grüßen!), was natürlich dufte zu Denial of God passt. Auf jeden Fall ist die Version extrem genial geworden, gerade wenn man es direkt mit dem Original (findet sich problemlos auf Youtube) vergleicht. Mit der anderen Coverversion ("Call from the grave" von Bathory) geht man dafür eher auf Nummer Sicher. Insgesamt eine gelungen EP, die originell ausfällt und selbstverständlich ordentlich Appetit aufs kommende Album macht!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklst:

1. The Shapeless Mass 09:09
2. The Statues Are Watching 05:48
3. Call From The Grave 04:37
4. Mama Loi, Papa Loi 06:08

Eridu - Lugalbanda

Eridu  LugalbandaLabel: Eigenproduktion

Spielzeit: 44:03 Min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook 

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Achtung, jetzt wird es orientalisch! Schon dass man sich nach der wahrscheinlich ältesten sumerischen Stadt benannt hat (wieder was gelernt, ich dachte immer das wäre "Ur"'gewesen...) und das Debüt-Album den Namen des legendären sumerischen Königs (und Vater des Gilgamesch!) "Lugalbanda" trägt, zeigt die thematische Marschrichtung der aus München stammenden Tanzkapelle an. Musikalisch setzen die Musiker das hochinteressante Thema mit heftigem und gleichzeitig melodischem Black Metal um, der hier und da orientalisch angehauchte Elemente aufweist. Diese Mischung ist sehr schön ausgewogen miteinander verwoben und lässt durch ihre intensive Atmosphäre den Hörer eine gute Dreiviertelstunde gebannt an der heimischen Anlage kleben. Aggression und Melodie gehen hier Hand in Hand ausgesprochen harmonisch miteinander um und präsentieren sich homogen und fesselnd. Für meinen Geschmack hätte man zwar gern noch deutlich mehr der angesprochenen orientalischen Parts einbauen können, aber das ist reine Geschmacksache und schmälert das ausgezeichnete Gesamtergebnis überhaupt nicht. Warum so viele Scheiß-Bands Verträge mit teilweise großen Plattenfirmen ergattern und eine solche Perle in Eigenregie erscheinen muss, ist mir übrigens ein Rätsel... Zieht Euch dieses ausgezeichnete Album unbedingt rein, wer auf Bands wie Melechesh oder auch AlNamrood steht, darf echt keine weitere Minute zögern!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Inanna's Favour
Enmerkar
Slaves Of Eridu
The Cavern
Herald Of Heaven
Astral Warfare
The Siege Of Aratta
Hymn For Utu
The Bewitching Of Sumer
Lugalbanda

Demonomancer - Poisoner of the new black age

Demonomancer  PrisoLabel: Dunkelheit Produktion

Spielzeit: 55:20 Min.

Genre: Raw Black Metal

Info: Facebook 

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Dass man bei Dunkelheit ein ganz feines Händchen für extreme Sounds gerade aus Südamerika hat, dürfte für Kenner kein großes Geheimnis sein, doch was man hier mit Demonomancer aus El Salvador an Land gezogen hat, ist ungelogen ganz besonders derbe! Sind Dir Blasphemy zu soft, Ildjarn zu gut produziert, oder Kapala nicht krass genug? Dann herzlich willkommen! Demonomancer sind nämlich ganz übler Stoff (das meine ich natürlich im positivsten Sinne!!) und prügeln sich irrsinnig brutal, dreckig und volle Kanne abgefuckt durch ihre 22 Songs. Für Fans der oben erwähnten Kapellen ein Hochgenuss, für wahrscheinlich 99% der Menschheit einfach nur ein akustischer Supergau. Nennen wir es beim Namen: Das hier ist schlicht und ergreifend ganz kranker Scheiß - und ich liebe es!!! Die seit 2012 existierende Formation hat auf dieser Platte alle bislang veröffentlichten Songs zusammengefasst (von 2 Demos und 5 Splits), was die schwankende Qualität des Sound erklärt, welcher selbstverständlich ebenso räudig daherkommt, aber lobenswerterweise nie zu dünn oder matschig. Wo kriegt der Bernd von Dunkelheit immer nur solch geile Krach-Kapellen her? Egal, mach einfach weiter so, ich bin jedenfalls ausgesprochen angetan von dieser akustischen Gewaltorgie!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Side A
1. Intro / Goatgasm
2. Father of Necromancy
3. Vicious Violated Graves
4. Astarte Liturgical Sodomancer
5. Invoking the Rectal Birth of Christ
6. Black Candles Inside the Rotten Virgin Mary Pussy
7. Sucubo Archaic Dominant
8. Twisted Unholy God's Rectum
9. Christ Mary Horny Stench
10. Christ Anal Insemination Ritual
11. Molesting Holy Dead Flesh
Side B
12. Degenerated Satan Semen
13. Storming Blood and Lava
14. Under the Guillotine of Satan
15. Demonomantia Spectral
16. Aborted Holy Bastard
17. Black Mass Raper
18. Corrupter of the Pestilent New Age
19. Christendom Cumslut
20. Chemical Warfare Unleashed / Outro Terrortodox

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