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Mortal Scepter + Deathroned: Split

Deathroned  SplitLabel: Dying Victims Productions

Spielzeit: 24:33 min.

Genre: Thrash Metal

Info: Mortal Scepter; Deathroned

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

2 x Thrash Metal aus Frankreich bietet uns diese fröhliche Split und den Anfang machen die Jungs von Mortal Scepter. Die kommen aus Dünkirchen, haben schon ein Demo und 'ne EP in ihrem Backkatalog und präsentieren und ganz nett gemachten Thrash Metal. Der ist zwar erfreulicherweise ordentlich Old School, ansonsten aber ziemlich lahm und reisst mich jetzt nicht wirklich vom Hocker, auch wenn die Death-Coverversion "Left to die" ganz ok ist. Ähnlich verhält es sich bei Deathroned aus Paris. Solider, aber nicht sonderlich aufregender Old School Thrash, der allerdings im direkten Vergleich mit Mortal Scepter etwas besser bei mir abschneidet. Auch hier gibt es eine Coverversion, nämlich "Sign of evil" von Violent Force, was den guten Geschmack der Kollegen zeigt. Ist halt nur ein bisschen komisch, wenn ein Cover der beste Song auf der Scheibe ist... Die Platte ist insgesamt jetzt nichts weltbewegendes, aber es tut auch keinem weh, hier mal reinzuhören.

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

Side A
1. Mortal Scepter - Punitive Expedition 04:57
2. Mortal Scepter - Perish with the Flesh 04:43
3. Mortal Scepter - Left to Die (Death cover) 04:04
Side B
4. Deathroned - Speed Takeover 01:45
5. Deathroned - Night of the Sinner 05:29
6. Deathroned - Sign of Evil (Violent Force cover) 03:35

Mortal Scepter - Where Light Suffocates

Mortal ScepterLabel: Xtreem Music

Spielzeit: 41:51 min.

Genre: Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

War ich ja von dem Beitrag der Franzosen auf der Split mit Deathroned (Review hier) nicht sonderlich begeistert, so gespannter war ich auf die Songs des ersten Longplayers der Kollegen. Hat sich die Band verbessert? Naja, ein wenig, aber leider nicht genug, um mich zu einer besseren Bewertung bewegen zu können. Die Songs sind insgesamt ein wenig verspielter, der Versuch, dem Ganzen eine eigene Note zu verleihen, ist definitiv lobenswert - leider bleibt es beim Versuch. Trotzdem bin ich der Meinung, besser ein mittelprächtiges Old School Thrash Album (so wie wir es hier präsentiert bekommen!), als ein "gutes" (gibt es das überhaupt?) Neo-Thrash-Teil, deshalb ist das hier schon ganz ok. Wird allerdings ganz sicher nicht sehr oft im meinem Player rotieren, da gibt es einfach zu viel Zeug, was definitiv geiler klingt. "Where light suffocates" fällt eindeutig in die Kategorie "Geht so"!!

Christian Hemmer

XXL WertungM

Tracklist:

1. A Ray of Despair 02:24
2. Where Light Suffocates... 05:05
3. Murder the Dawn 03:55
4. Lust Spells 04:10
5. Perish with the Flesh 04:36
6. The Carpathian Castle 03:46
7. Spear and Fang 03:51
8. Swallow Your Tongue 03:57
9. ...the Scepter Reigns 10:07

Okkultist - Reinventing Evil

okultis Label: Alma Mater Records

Spielzeit: 36:07 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Uiuiui, was ist denn das hier für ein fieses Geschoss? Wütender, immer und immer wieder in Thrash-Gefilden wildernder Todesblei mit einem guten Schuss Groove, einigen Celtic-Frost-Versatzstücken sowie einer Growlerin, die derart garstig ihre Stimmbänder malträtiert, dass ich, in einem früheren Leben selbst 'mal als Death-Metal-Shouter unterwegs gewesen, Anflüge von Halsschmerzen bekomme.

Die Portugiesen Okkultist präsentieren mit 'Reinventing Evil' ihr Debütalbum, dessen Vorgänger, die EP 'Eye Of The Beholder', zwei Jahre zuvor das erste Lebenszeichen dieser Kapelle darstellte; zusammengetan haben sich die vier Herren an den Instrumenten und die Dame am Mikrofon Ende 2015. Das Quintett kommt mit den acht Eigengewächsen sowie dem Bathory-Cover 'Satan Is My Master' auf etwas mehr als 36 Minuten, was total in Ordnung geht, eben auch weil die Songs allesamt recht abwechslungsreich daherkommen und ganz einfach ordentlich Spaß machen...

Produziert wurde das Album von Moonspells Pedro Paixão; Tue Madsen hat den ganzen Spaß abgemischt. Das Coverartwork stammt von der Shouterin, Beatriz Mariano, höchstpersönlich. Und wenn wir schon Moonspell erwähnt haben: Fernando Ribeiros just gegründetes Label, Alma Mater Records, wird die Scheibe als ersten Release überhaupt veröffentlichen.

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Reinventing Evil
02. Back From The Dead
03. Sniff The Blood
04. Sign Of The Ripper
05. I Am The Beast
06. Grave Digger
07. Plasmodium
08. Rise And Reign
09. Satan Is My Master

Mystifier - Protogoni Mavri Magiki Dynasteia

Mystifier Label: Season of Mist

Spielzeit: 49:59 min.

Genre: Black Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Dass ich noch mal was von Mystifier hören würde, hatte ich dann echt nicht mehr erwartet, schliesslich ist das letzte richtige Album der Brasilianer "Profanus" nun auch schon gute 18 Jahre alt. Was hat diese Band für eine bewegte Geschichte! Mit ihren ersten beiden Alben "Wicca" (1992) und "Göetia" (1993) hat die Formation zwei unglaublich grandiose, zeitlose Meisterwerke des Black Metals erschaffen, die in wirklich keiner Sammlung fehlen dürfen und die mir immer noch eine gewaltige Gänsehaut verschaffen. Danach ging es leider nur noch abwärts mit den Kollegen, die Alben wurden schlechter und schlechter und irgendwann hörte man dann nichts mehr von ihnen... Bis heute! Mastermind Beelzeebubth hat mit Diego DoUrden und Warmonger zwei neue Mitstreiter gefunden und eine Platte eingespielt, die endlich mal wieder Grund zur Freude darstellt. Mit den oben erwähnten Klassikern kann man natürlich nicht mithalten, der Stil hat sich aber auch deutlich verändert. Auf "Protogoni mavri magiki dynasteia" bekommen wir altmodischen angehauchten Black Metal zu hören, der allerdings nicht auf stumpfes Geprügel setzt, sondern ganz viel Wert auf morbide Melodien und eine mystisch angehauchte Stimmung legt. Das funktioniert ganz ausgezeichnet, gerade Sänger Diego weiss hier Akzente zu setzen. Das Album ist sehr homogen ausgefallen und trotz aller Atmosphäre noch brutal genug, um ohne Bedenken als Black Metal durchzugehen. Ein solch gutes Werk hätte ich ehrlich gesagt gar nicht mehr erwartet, freue mich aber umso mehr über dieses gelungene Ergebnis!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Protogoni Mavri Magiki Dynasteia (4:34)
2. Weighing Heart Ceremony (5:05)
3. Witching Lycanthropic Moon (5:27)
4. Akhenaton (Son Mighty Sun) (4:48)
5. Six Towers of Belial's Path (4:14)
6. Demoler las Torres del Cielo (en nombre del Diablo) (4:12)
7. Soultrap Sorcery of Vengeance (5:26)
8. (Introcucione d’la Melodia Mortuoria) Thanatopraxy (6:14)
9. Al Nakba (666 days of War) (5:03)
10. Chiesa dei Bambini Molestati (5:02)

Onirophagus - Endarkenment (Illumination through putrefaction)

OnirophagusLabel: Xtreem Music

Spielzeit: 57:54 min.

Genre: Death/Doom

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Beim Blick aufs Label, hatte ich eigentlich gedacht, dass es bei den Spaniern von Onirophagus heftigsten Death Metal zu hören gibt, schliesslich ist das ebenfalls in Spanien beheimatete Label genau für solche Brutalo-Mucke bekannt und beliebt. So ganz falsch ist das zwar nicht, aber komplett richtig ebenso wenig, denn hier gibt es allerfeinsten Death/Doom zu hören, der (ich nehme es vorweg!) extrem geil ist! Wunderbare, düstere Melodien transportieren eine emotionale Mischung aus Verzweiflung, Trauer und Wut, wie man es in dieser Qualität und Homogenität nicht oft zu hören bekommt. Dazu der wirklich packende Gesang von Sänger "Paingrinder" (Eduardo Jiménez) und alles passt perfekt zusammen. Dass die Kollegen auch immer wieder mal das Tempo anziehen und dem Death Metal Part des Ganzen damit Tribut zollen, macht die Songs noch abwechslungsreicher - aber ganz ehrlich: Das wäre für mich gar nicht nötig gewesen, denn die langsamen Passagen sind schon für sich allein so großartig, dass sie locker das gesamte Album tragen könnten. Aber so klingt es natürlich auch ausgezeichnet und es dürfte keine großartige Überraschung sein, dass damit auch so überlange Songs wie das abschliessende "Dystanasia" (für mich der Höhepunkt der Platte!) mit seinen fast 23 Minuten Spielzeit wie im Flug vergeht und man locker noch viel mehr davon hören könnte. So schön kann Death/Doom sein - mir gefällt's sehr gut!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. Endarkenment 13:25
2. Book of the Half Men 10:52
3. Dark River 10:43
4. Dystanasia 22:54

Hexecutor - Hangmen of Roazhon

HexecutorLabel: Dying Victim Productions

Spielzeit: 14:38 min.

Genre: Old School Thrash Metal

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Habt Ihr auch so gar keinen Bock auf modernen Thrash Metal? Geht Euch bevorzugt einer ab, wenn sich Violent Force, Living Death oder ähnliches auf dem Plattenteller drehen? Wenn ja, dann sind die Franzosen von Hexecutor genau die Richtigen für Euch! Deren "Hangmen of Roazhon"-7" aus dem Jahre 2014 wurde nämlich unlängst von Dying Victims Records ausgebuddelt, zu 'ner stattlichen 12" aufgepäppelt und wieder auf die Menschheit losgelassen. Diese freut sich über eine knappe Viertelstunde feinsten Old School Thrash für alle Freunde der oben erwähnten Kapellen. Macht Spaß, knallt ordentlich und ist herrlich Retro. Schade nur, dass keinerlei Bonustracks draufgepackt wurden (vielleicht von der Split mit Manzer?), Platz wäre ja noch genug da gewesen. Egal, das Scheibchen ist ziemlich cool und die Wiederveröffentlichung animiert die Band ja vielleicht dazu, ein neues Album einzuspielen - würde mir gefallen!

Christian Hemmer

XXL WertungL

Tracklist:

Side A
1. Hangmen of Roazhon 03:13
2. Soldiers of Darkness 03:52
Side B
3. Consecrated Slaughter 03:57
4. Napalm Assault 03:36

Ice War - Manifest Destiny

Ice War  Manifest destinyLabel: Dying Victim Productions

Spielzeit: 29:13 min.

Genre: Kauziger Heavy Metal

Info: Facebook

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VÖ-Datum: bereits erschienen

Der Kollege Joe Capitalicide und sein Ein-Mann-Unternehmen sind für mich der Inbegriff des kauzigen Heavy Metals. Der gute Mann zieht seit 2015 sein Ding konsequent durch (zählt man die Vorgängerband Iron Dogs noch dazu, sogar seit 2011!) und gibt einen Scheiß auf Trends und Hypes. Sein immer etwas schräger Heavy Metal wird aber auch von Platte zu Platte geiler und so stellt für mich die halbe Stunde Musik auf "Manifest destiny" den bisherigen Höhepunkt des Kanadiers dar. Hier folgt ein geiler Song dem anderen, der Enthusiasmus des Musikers kann man in jeder Note spüren und das Teil macht einfach nur Spaß. Ist natürlich nur was für Spezialisten, aber ich denke, dass Jo auch definitiv kein Mainstream-Publikum als bevorzugte Zielgruppe auserkoren hat. Mir gefällt's und ich freue mich über jede neue Veröffentlichung!

Christian Hemmer

XXL WertungXL 1

Tracklist:

Side A
1. Manifest Destiny 03:20
2. Ride to Conquer 04:31
3. Forbidden Zone (Misfits cover) 02:22
Side B
1. Manifest Destiny 03:20
2. Ride to Conquer 04:31
3. Forbidden Zone (Misfits cover) 02:22

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