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Cannabis Corpse - Left Hand Pass

Cannabis Corpse 1500X1500px 300dpi RGBLabel: Season of Mist

Spielzeit: 36:56 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Shop

VÖ-Datum: 08. September 2017

Für viele Menschen auf Gottes grüner Erde ist die THC Pflanze ein Quell unermesslicher Freude und während sich bei uns eigentlich nur noch die CDU halbherzig gegen eine Legalisierung stellt, ist im US-Bundesstaat Virginia das konsumieren des fröhlichen Krautes strikt untersagt. Scheinbar lassen sich Landphil und seine Mitstreiter vom fröhlichen Bongzirkel Cannabis Corpse davon wenig beeindrucken. Zum fünften Mal wird auf Albenlänge völlig schamlos dem Graskonsum gefrönt, und das so zünftig wie eh und je. Was anno 2006 mal als humoriger Cannibal Corpse Klon begann, hat sich mittlerweile in eine liebevolle Hommage an den Old School Death Metal mit einem Augenzwinkern entwickelt. So ist auch das Markenzeichen der Band, das ulkige Verwursten von Songtiteln anderer Bands, wieder präsent. Und wie ein kleiner Schuljunge sitzt man dann vor der Tracklist und rühmt sich damit, so viele verballhornte Songnamen wie möglich, den Original Liedern zuordnen zu können.
Erstaunlich an der Band ist dabei, dass sie trotz der Ulkereien um die Songtitel niemals albern oder infantil wirken und erst recht nicht so, als wollen sie den Death Metal ernsthaft auf die Schippe nehmen. Denn hinter den kleinen Titelwitzeleien steckt brettharter Hörstoff der aller obersten Güteklasse. Auch auf „Left Hand Pass“ hört man von der ersten Minute an , dass hier echte „Die Hards“ am Werk sind, die mit Herzblut und Leidenschaft und mit einem riesigen Talent an die Sache ran gehen. Der Sound brettert extrem mächtig aus den Boxen, das Schlagzeug leider nicht mehr so heavy wie auf den älteren Platten, aber schwamm drüber. Da wird gegroovet, gemosht und gebanged, dass es eine wahre Freude ist. Kreative Songstrukturen und frische Riffs und trotzdem einen ehrlich Old School Ton getroffen. Das vorab veröffentlichte „Chronik Breed“ ist nicht nur Anspieltipp, sondern auch das beste Beispiel für alles, was ich gerade beschrieben habe. Das ganze zieht sich dann auf gleichem Niveau durch das restliche Album, hier kann eigentlich anstandslos jeder Song als Hörprobe her halten.
Im Vergleich zum etwas kraftlosen Vorgänger wird hier also wieder deutlich eine Schippe drauf gelegt, und es scheint, als hätte man den Abgang von Weedgrinder und Nikropolis am Mikro und der Gitarre endgültig überwunden. Natürlich gilt auch bei Cannabis Corpse, dass die ersten Scheiben einer Band meist den schwersten Impact haben und auch für mich kommt „Left Hand Pass“ nicht an mein Lieblingsalbum „Tube of the resinated“ ran. Ändert aber alles nichts daran, dass wir hier ein Werk haben, das einfach unglaublichen Bock macht und dem man auch anhört, dass die Musiker Bock haben. Bock auf geilen, astreinen Death Metal. Nichts anderes bekommt man hier. Für mich ein Pflichtkauf.

Kai B.

XXL WertungXL 1

Tracklist:

1. The 420th Crusade (4:29)
2. In Dank Purity (2:57)
3. Final Exhalation (2:54)
4. Chronic Breed (4:46)
5. In Battle There Is No Pot (3:26)
6. Grass Obliteration (3:21)
7. Left Hand Pass (3:18)
8. Effigy of the Forgetful (3:32)
9. Papyrus Containing the Spell to Protect Its Possessor Against Attacks from He Who Is in the Bong Water (4:27)
10. The Fiends that Come to Steal the Weed of the Deceased (3:50)

XXL-Tipp

XXL TippxxlSulphurAeon

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