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Paradise Lost - Medusa

paradise lost medusaxxlLabel: Nuclear Blast

Spielzeit: 42:41 min.

Genre: Death/Doom

Info: Facebook

Album kaufen: Shop

Hörprobe: Youtube

VÖ-Datum: bereits erschienen

"Medusa" ist da! Das von mir sehnsüchtig erwartete neue Paradise Lost Album hat endlich den Weg aus Donzdorf auf meinen heimischen Plattenteller gefunden und hat sich seitdem dort festgefressen. Die beiden Vorabsongs auf der "Blood and Chaos" Single und das bereits vorher ins Netz gestellte "The longest Winter" ließen ja bereits aufhorchen und was soll ich sagen? "Medusa" erfüllt alle meine Erwartungen (und Hoffnungen!!) und übertrifft diese sogar noch! Die Reise zu ihren musikalischen Ursprüngen ist den Engländern wirklich extrem gut gelungen, was mich als Hardcore-Fanboy (der gerade die ganz alten Sachen der Band bevorzugt) natürlich außerordentlich freut, geradezu berührt. Mister Holmes growlt wieder wie ein junger Bursche, die Songs sind um Längen härter und vor allem düsterer als alles, was die Band seit "Shades of God" gemacht haben und die ganz besondere Atmosphäre der ersten beiden Alben ist sehr gut (wenn natürlich auch nicht zu 100%, aber das geht ja auch gar nicht...) reproduziert worden. Trotzdem möchte ich mal behaupten, dass es sich keineswegs um eine Art Anbiederung an Fans der ersten Stunden handelt, denn a) hat sich diese Entwicklung ja schon auf "The Plague Within" angezeigt, b) die Nebenbaustellen von Nick und Gregor sprechen ebenfalls Bände und c) merkt man schon, welche Entwicklung die Band in all den Jahren genommen hat und welche Erfahrungen die Musiker gesammelt haben. So hört man auf "Medusa" zwar Klänge aus der Gitarre von Herrn Mackintosh, die man teilweise zuletzt auf "Lost Paradise" vernommen hat, aber die Band ist dennoch weit davon entfernt, einfach "Gothic" oder "Lost Paradise" Teil zwei aufgenommen zu haben, auch wenn die Atmosphäre stark an die rohen Death/Doom-Zeiten vor ihrem Jahrhundertwerk erinnert. Lange Rede, kurzer Sinn: Das Album ist der absolute Hammer! Ich kann mich gar nicht satt hören an den grandiosen Songs, die so voller düsterer Kraft, melancholischer Eleganz und roher Gewalt sind. Death, Doom, ein klein wenig Gothic (aber nur ein bisserl!), das sind die Zutaten, die "Medusa" zu DEM Höhepunkt meines musikalischen Jahres macht. So geil war die Band seit Jahrzehnten nicht mehr!!!

Christian Hemmer

XXL WertungXXL

Tracklist:

Fearless Sky (8:30)
Gods Of Ancient (5:50)
From The Gallows (3:42)
The Longest Winter (4:31)
Medusa (6:20)
No Passage For The Dead (4:16)
Blood & Chaos (3:51)
Until The Grave (5:41)

XXL-Tipp

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