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Night in Gales - The Last Sunsets

night in gales 2017xxlLabel: Apostasy Records

Spielzeit: 39:51 min.

Genre: Death Metal

Info: Facebook

Hörprobe: Youtube

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: 23. Februar 2018

Melodeath? Leck mich en de Täsch! Kapellen wie Dark Tranquility und At The Gates eroberten Mitte der Neunziger des letzten Jahrhunderts mit ihren Killeralben unter anderem mein Herz im Sturm. Und auch das Debütalbum 'Towards the Twilight' der nordrheinwestfälischen, 1995 ins Leben gerufenen Formation Night In Gales, welches 1997 nach der EP 'Sylphlike' erschien, war ein wahrlich extrafettes Brett und lief in meinem Kinderzimmer derzeit in Dauerrotation. Ach ja, zu Beginn kam der melodische Death Metal brandgefährlich und in gefühlter Lichtgeschwindigkeit daher. In den Folgejahren verwässerte diese Musikrichtung mitunter leider spürbar und wurde beinahe handzahm; zudem näherte sich der Metalcore - entstanden aus dem Edgecore der Mitneunziger - diesem Genre an und löste in wenigen Jahren den Effekt aus, dass Melodeath und Metalcore quasi synonym waren und insbesondere in der Extrem-Metal-Szene reichlich verpönt waren.

Mit den beiden Nachfolgern von 'Towards...' lieferten Night In Gales brauchbares, aber nicht zwingend notwendiges Material ab; daher verlor ich, wie viele Zeitgenossen, den Bock auf die Band, welcher erst wieder aufkam, als 2011 das Album 'Five Scars' erschien, bei dem die Band sich meines Erachtens wieder stärker auf die guten alten Trademarks berief. Dies führen sie auf dem kürzlich via Apostasy Records erschienenen 'The Last Sunsets' fort, wobei nicht nur auf die eigenen Trademarks wertgelegt wird, denn die Songs atmen sehr viel At-The-Gates-Vibe zu 'Terminal Spirit Desease'-Zeiten, was wohl auch am reengagierten Sänger Christian Müller liegen mag, der sich gesanglich derart furios in Szene zu setzen weiß und die ein Dutzend darstellenden Lieder gekonnt und mit einer Menge Wut darbietet, dass es ein echtes Fest ist. Die Liste der Gastmusiker (Mark Grewe, Christian Mertens und Martin Matzak) hält sich in Grenzen, Dan Swäno hat das Album sehr ordentlich gemischt und gemastert. Hier wurde verdammt viel richtig gemacht.
Fazit: Geile Scheibe. Kaufen!

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklist:

The Last Sunsets
Dark Millenium
The Mortal Soul
The Passing
Architects Of Tyranny
The Abyss
The Spears Within
Circle Of Degeneration
Kingdome Of The Lost
Cessation
In Pain, In Silence
Dust And Form

XXL-Tipp

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