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Sepulcher - Panoptic Horror

SepulcherxxlLabel: Edged Circle Productions

Spielzeit: 39:50 min.

Genre: Thrash Metal etc.

Info: Facebook

Album kaufen: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

Ich muss mich 'mal ein wenig auskotzen über jene Individuen, die ständig behaupten, seit wahlweise 1978, 1986, 1992 oder 2017 sei im Metal-Bereich alles gesagt, was gesagt werden könne. Eben jene Leute, die wahlweise 'Black Sabbath', 'Kill 'em All', 'Reign In Blood', 'Anthems To The Welkin At Dusk', 'Nevermind' oder was-auch-immer als DIE definitive Veröffentlichung feiern, die einem aber schlicht und ergreifend verbietet, weiterhin neue Musik zu konsumieren, was somit auch meinen Job als Tonträger-Rezensent als reichlich obsolet darstehen lässt. Was gerade im Metal-Bereich für Entwicklungen auszumachen sind, ist spannender als so mancher Thriller. Metal ist noch lange nicht tot und wird es auch in 50 Jahren nicht sein.

Die Norweger Sepulcher sind ein gutes Beispiel für eine Band, welche altbekannte Elemente vermischt und dadurch etwas Neues, Eigenständiges erschafft. Man stelle sich einen räudigen Mix aus Slayer zu 'Hell Awaits'-Tagen und Proto-Death-Metal à la Possessed vor, dem nach Belieben Versatzstücke aus Crustcore, Black Metal, Gothic Rock. Melodeath sowie wütendem Punk Rock beigemengt wurden. Der Sound ist rau und klingt beim erstmaligen Hören ein wenig nach Proberaum, passt aber erstaunlich gut zur Mucke der jungen Norweger, die mit 'Panoptic Horror' nach der Bandgründung 2013 bereits ihren zweiten Longplayer präsentieren. Sechs der sieben Stücke sprengen locker die 5-Minuten-Marke, ohne dabei langweilig oder repetetiv zu klingen, obschon das Schlagzeug zumeist straight nach vorne rumpelt und selten Nuancen setzt. Dafür ist der hysterische, sich ständig überschlagende Schreigesang des Sängers, der vor Wut und Weltschmerz vermutlich an ganz fiesen Magengeschwüren leidet, wahrlich herrlich. Insgesamt eine kuriose Ansammlung von coolen Songs, die 40 Minuten lang allerbestens unterhalten und auch nach dem drölfzigsten Anhören nicht langweilen.

Rippenspieß

XXL WertungXL 1

Tracklisting:

01. Corporeal Vessels
02. Towards An Earthly Rapture
03. Corrupting The Cosmos
04. Ethereal Doom
05. Abyssal Horror
06. Scourge Of Emptiness
07. Haunting The Spheres

XXL-Tipp

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