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Vladimir Harkonnen - Into Dreadnought Fever

Vladimir haLabel: Mass Productions

Spielzeit: 38:23 Min.

Genre: Thrash Metal/Hardcore

Info: Facebook

CD kaufen: Facebook

Hörprobe: Bandcamp

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Für die, die es nicht wissen: der körperlich verunstaltete, sexlüsterne sowie sadistische Baron Wladimir Harkonnen (wie die Figur in der deutschen Übersetzung heißt) ist DER Antagonist des Wüstenplanet-Zyklus, sozusagen der Darth Vader für Erwachsene in den Dune-Romanen von Frank Herbert, deren erster Teil in epischer Düsternis von David Lynch auf Zelluloid gebannt wurde.

Seit Ende 2006 bedient sich eine ursprünglich fünfköpfige, mittlerweile auf Quartettgröße geschrumpfte Truppe aus Rendsburg und Kiel dieses Namens, die ihre Musik als „Thrash flavoured Hardcore" bezeichnen und nach dem Debüt 'Silence, As Long As A Thought, While The Executioners Are Reloading' von 2010 mit vorliegendem Output bereits zum zweiten Mal demonstriert, wo der Hammer hängt.
Thrashlastiger Alte-Schule-Hardcore passt als Einordnung in eine musikalische Schublade schon ganz gut, wobei immer wieder der gute alte Punk durchbricht und auch die göttlichen Motörhead beinahe allgegenwärtig durchschimmern. Geholzt wird zumeist schnell und brachial, allerdings gekonnt, und mit jedem Lauschen gibt es immer wieder Nuancen wie prägnante Gitarrenmelodien zu entdecken, die beim vorherigen Hördurchgang feist durch die Lappen gingen.
Textlich nimmt Sänger (und ehemaliger Bonehouse-Shouter) Philipp kein Blatt vor dem Mund und kotzt sich über alles aus, was ihn an Missständen im Alltag und in den Nachrichten begegnet: so kriegen etwa Nazi-Metaller, Schlankheitskuren, Dystopien, Kapitalisten und Umweltverschmutzer hier ihr Fett weg.
Die Produktion (Ulf Nagel und Björn Seiz / The Demolition Room) fällt wuchtig, aber dennoch präzise aus und passt zu der Mucke wie Arsch auf Eimer.
Die CD-Version, die als Rezensionsexemplar vorlag, macht einen sehr ordentlichen Eindruck: das Artwork gefällt und alle Texte sind vorhanden; zudem gibt es zu jedem Track Liner-Notes. Weiterhin erschien 'Into Dreadnought Fever' als Kassette (Oberkult!) und als sehr fein aufgemachte hellblaue Schallplatte, die als zusätzliches Schmankerl ein fettes Tourtagebuch enthält.

Kai Ellermann

XXL-WertungXL-1

Tracklisting:

01. Reign In Vlad
02. Dreadnought Fever
03. Perfect Storm
04. This Ain´t A Lovesong
05. Frontex Fuckers
06. IrukanDJi
07. Blue Hell
08. Tangle Foot
09. Death For Profit
10. Do You Feel Safer Now?
11. Schlank Und Knackig In Zwei Wochen
12. Black Metal Duckface

 

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