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Worselder: MMXIV

worselder cover thLabel: Eigenproduktion

Spielzeit: 14:46 Min.

Genre: Stoner Groove Metal

Info: Facebook

CD kaufen: Bandcamp

Hörprobe: Soundcloud

VÖ-Datum: bereits erschienen

 

Bereits im vergangenen Jahr erschien Worselders zweite EP, welche den Namen MMXIV trägt; allerdings wollen wir es uns hier nicht nehmen lassen, sie dennoch, wenn auch ein wenig verspätet, zu besprechen. Et voilà, mes amis!

Die fünfköpfige Formation kommt aus dem französischen Teil der Pyrenäen und mixt klassischen Heavy Metal à la Judas Priest mit modernem Groove Metal, wie ihn beispielsweise Pantera oder Machine Head zum Besten gaben bzw. geben (ich werde jetzt nicht von Kyler sprechen, hähä!), wobei auch Elemente aus dem 90er-Jahre-Crossover (Faith No More, Waltari, Pist-On, Rage Against The Machine, Farmer Boys etc.) und dem Stoner Rock mit einfließen. Die drei Stücke auf 'MMXIV' gehen dabei noch ein ganzes Stück mehr in Richtung kommerzielle Vielseitigkeit, ohne dabei auf eine Chartplatzierung zu schielen (was anhand einer Eigenproduktion eh bescheuert wäre). Die Band ist voller unbändiger Spielfreude und kann live bestimmt einiges, wobei vor allem Sänger Guillaume mit seiner wahnsinnig vielseitigen Stimme absolut herausragt und die ohnehin schon sehr guten Stücke noch um ein Weiteres veredelt. Was der Mann am Mikro leistet, ist schon überwältigend spannend und recht überzeugend, deckt er doch ein gewaltiges Spektrum an Gesangsstilen ab, angefangen bei Rob-Halford-artigen Screams bis hin zu zünftigen Growls à la Paul 'Uns Paule' Speckmann.
Leider ist nach kaum einer Viertelstunde bereits Schluss, so dass einem kaum etwas Anderes übrig bleibt, als die drei Tracks noch einmal zu rezipieren.
Das einzige, was ich wirklich zu bemängeln habe, ist die etwas handzahme Produktion, die einiges mehr an Wumms vertragen könnte; gerade diese Art von Musik muss ganz, ganz fett aus den Boxen dröhnen. Ich vergebe daher (nur) ein fettes XL und würde, wenn wir Zwischennoten hätten, sogar eine XL,5 zücken. Unglaublich, dass die Jungs bisher bei keiner Plattenfirma untergekommen sind.
Die komplette Scheibe, wie auch den ebenfalls selbstproduzierten, ebenso empfehlenswerten Vorgänger 'Where We Come From' von 2011 könnt Ihr auf der bandeigenen Bandcampseite gratis herunterladen (Fannähe²!); an besagter Stelle habt Ihr dann auch Gelegenheit, der Kapelle bei Gefallen (oder auch Nichtgefallen, damit sie das Musikmachen sein lässt, hähä!) eine Spende zukommen zu lassen.
Für Ende 2015 hat Worselder ein neues Album angekündigt. Man kann gespannt sein. Hoffentlich wird bis dahin mal ein Label hellhörig und nimmt dieses famose Quintett unter Vertrag.

Kai Ellermann

XXL WertungXL 1

Tracklist:

The Sickening
Home Of The Grave
The Haven

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